Klassische Moderne

Expressionismus, Konstruktivismus, Surrealismus

Die Moderne-Sammlung der Kunsthalle wurde ab den späten 1950er-Jahren konsequent aufgebaut. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der deutschen und französischen Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Glanzstücke der Sammlung bilden die Werke der französischen Moderne, beginnend mit Robert Delaunays berühmtem „Eiffelturm“ über die kubistischen Arbeiten von Fernand Léger und Juan Gris bis zu den Skulpturen von Amedeo Modigliani und Jacques Lipchitz.

 

Die Kunsthalle verfügt darüber hinaus über reiche Bestände im Bereich der Kunst des deutschen Expressionismus, vertreten durch Gemälde der Brücke-Gruppe und des Blauen Reiters. Ausdrucksstarke Beispiele der Malerei von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, August Macke und Franz Marc zeugen von den Auswirkungen der französischen Avantgarde auf die deutsche Kunst. Einen formalen Gegenpol bilden die Werke der Neuen Sachlichkeit, die in der Karlsruher Sammlung neben Otto Dix insbesondere durch Gemälde von Schülern und Lehrenden der Karlsruher Akademie wie Alexander Kanoldt, Karl Hubbuch, und Georg Scholz vertreten ist.

 

Ein Ensemble von Arbeiten des Ausnahmekünstler Max Ernst repräsentiert in der Kunsthalle die „surrealistische Revolution“ der Zwischenkriegsjahre. Drei Gemälde und eine Skulptur seiner zentralen Schaffensjahre verdeutlichen in der Gegenüberstellung mit Werken von Joan Miró und Yves Tanguy die zentrale Bedeutung von Unterbewusstsein und Traum auf das künstlerische Schaffen. Die Formstrenge geometrisch-konstruktiver Kunst ist im Gegenzug anhand der Werke von Lyonel Feininger, Laszlo Moholy-Nagy, Erich Buchholz und Naum Gabo zu erkunden.

 
© 2014 Staatliche Kunsthalle Karlsruhe