Anatomie- und Antikenstudium

Philipp Jakob Becker als Zeichner

bis 26. August 2018

 

Die Kunsthalle verwahrt einen umfangreichen Bestand an Werken des aus Pforzheim stammenden Malers Philipp Jakob Becker (1759–1829), der einen Einblick in das unermüdliche Studium und die sorgfältige Aneignung künstlerischer Grundlagen eines Malers des ausgehenden 18. Jahrhunderts gibt.

 

Unter den weit über 300 Zeichnungen finden sich neben eigenständigen Pastellbildnissen und Landschaften vor allem Zeichnungen nach antiken Vorbildern sowie anatomische Studien. Die Basis seiner Kunst legte Becker während seines Italienaufenthaltes von 1777 bis 1784, wo er im Atelier von Anton Raphael Mengs und später bei Anton Maron in die Lehre trat. Seine im Süden gesammelten Erfahrungen bilden auch das Fundament seiner eigenen Lehrtätigkeit, die er 1784 als Leiter der Karlsruher Zeichenschule übernahm. Zeitgleich wurde der erst 25-Jährige zum Hofmaler und zum Kustos, ab 1803 zum Direktor der markgräflichen Sammlung ernannt.

 

Bis zu seinem Tod verantwortete er die Ausbildung der Schüler sowie die Pflege und Erweiterung der Sammlung. Diese war in der ab 1785 neu errichteten Zeichenakademie untergebracht, die auf dem Gebiet des heutigen Nordwestflügels der Kunsthalle stand und 1944 während des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt wurde. Die Ausstellung ist im Studiensaal des Kupferstichkabinetts im Hauptgebäude zu sehen und kann mit dem regulären Eintrittsticket besucht werden.