Rue Transnonain, le 15 avril 1834

Rue Transnonain, le 15 avril 1834

Honoré Daumier

Maße:
H 28cm B 44cm
Jahr:
1834
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Schon zu Lebzeiten wurde Honoré Daumier als einer der bedeutendsten Zeichner des Jahrhunderts gefeiert. Von 1830 bis in die 1860er Jahre hinein karikierte er die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse Frankreichs – insbesondere in Paris – in über 4.000 Lithografien. Seine von Freiheitssinn und Menschenwürde geprägten Karikaturen machten ihn zum moralischen Gewissen einer von sozialen Umbrüchen gekennzeichneten Epoche.

Die Lithografie „Rue Transnonain, le 15 avril 1834“ zählt zu seinen berühmtesten Werken. Sie ist den Opfern einer grausamen Staatsaktion in Paris gewidmet, in der Regierungstruppen am 15. April 1834 in einem Mietshaus der Rue Transnonain ein Blutbad an den Bewohner*innen anrichteten. Nach Augenzeugenberichten fertigte Daumier die Szene etwa fünf Monate nach dem eigentlichen Ereignis in der Art eines Historiengemäldes an. In seiner realistischen Darstellung der brutalen Auslöschung einer gesamten Familie zeigte Daumier seine Solidarität mit den Opfern. Das Blatt wurde folglich direkt nach der Veröffentlichung beschlagnahmt und nur die bereits versendeten Exemplare blieben erhalten.

Daten und Fakten

Titel: Rue Transnonain, le 15 avril 1834
Künstler: Honoré Daumier
Entstehungszeit: 1834
Inventarnummer: 2003-121
Epoche: Realismus
Material: Papier
Technik: Lithografie
Genre: Historie
Gattung: Lithografie
Abteilung: Kupferstichkabinett
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