Der Triumph der Flora

Der Triumph der Flora

Jean-Baptiste Carpeaux

Maße:
H 145cm B 178.5cm T 58cm 
Jahr:
1863/70
Ort:
Saal 19

Beschreibung

Das Gipsrelief mit dem Titel „Der Triumph der Flora“ ist die zweite Version eines Giebel-Reliefs, das Jean-Baptiste Carpeaux 1866 im Auftrag Napoleons III. für den „Pavillon de Flore“ des Louvre schuf. Das Schicksal der Flora erzählt der römische Dichter Ovid in den „Fasti“, seinem poetischen Festkalender.

Zunächst ist Flora die griechische Nymphe Chloris, die in den Gefilden der Seeligen wirkt. Im Frühling wird sie eines Tages vom Westwind Zephyr verfolgt, begattet und zur Herrscherin der Felder gekrönt. Fortan trägt Chloris den römischen Namen Flora, gebiert drei Söhne und wird die Hüterin des Pflanzenreichs. Wenn sie spricht, berichtet Ovid, verwandeln sich ihre Worte in Rosen. Carpeaux nimmt den Dichter beim Wort und lässt rund um die sinnlich-barocke, unbekleidete Figur Blumen und Efeu – als Symbol ehelicher Treue – sprießen. Mütterlich beschützt sie eine Schar tollender Putti. Sie ist die freigiebige, den Menschen wohlgesonnene Natur. In Rom wurde sie ab 178 v.Chr. jährlich zwischen dem 28. April und 2. Mai gefeiert. Man erbat von ihr als Göttin der neuen Saat ihren Segen.

Carpeaux schuf die verkleinerte Version, weil sein erotisches Werk großen Anklang bei möglichen Sammlern gefunden hatte. Das Modell diente für weitere Güsse in Terrakotta und Gips. Schon im 16. und 17. Jahrhundert galten derartige Flora-Darstellungen, die von europäischen Fürstenhäusern in Auftrag gegeben wurden, als allegorische Repräsentation der guten Regierung, die für eine Blüte des Landes und Wohlstand Sorge zu tragen versprach.

Daten und Fakten

Titel Der Triumph der Flora
Künstler*in Jean-Baptiste Carpeaux
Entstehungszeit 1863/70
Inventarnummer P 144
Maße Plastik H 145cm B 178.5cm T 58cm
Maße G 220kg
Material Gips Holzlatten
Gattung Plastik
Abteilung Plastik
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