“Lust hab’ ich g’habt zur Musica” – Weltliche Musik der Baldungzeit

Ludwig Senfl (1486-1543)
Lust hab ich g’habt zur Musica
Es wolt ein fraw
Ungnad’ begehr’ ich nit von ihr
Laub, Gras und Blueh
Hoscha, wenn wöll’ wir fröhlich sein

Ludwig Senfl
Das lang
Carmen in la

Meister-Gesang aus der Colmarer Liederhandschrift (um 1460),
Peter von Rickenbach zugeschrieben
Tagelied Ey frone wechter wecke!

Ludwig Senfl
Ich stuend an einem Morgen

Ludwig Senfl
Ach Elslein, liebes Elselein
Es gieng guot tröscher
Unsäglich Schmerz

Heinrich Ysaak (1450-1517)
Isbruck, ich muß dich lassen

Ludwig Senfl
Wohlauf, wohlauf, Jung und Alt

Ausführende: Carolin Daub, Esther Esch und Cassio Caponi, Flöten
Roger Gehrig, Tenor
– Ensemble Studio Alte Musik der HMDK Stuttgart –

Zum Programm

Ausgangspunkt des Programms sind die Städte Straßburg und Nürnberg, in denen Hans Baldung Grien wirkte. Zu seiner Straßburger Zeit waren insbesondere Ludwig Senfls Liedsätze, zum Beispiel aus den 1536 in Straßburg gedruckten Fünff und sechzig teutsche Lieder, beliebt. Senfl selbst war Schüler des kaiserlichen Hofkomponisten Heinrich Ysaak. Die kunstvoll mehrstimmig gesetzten volkssprachlichen Lieder wurden in vokal-instrumental gemischten Ensembles musiziert und sind Beleg für das Interesse des Bürgertums am aktiven Musizieren. Dies wird auch Hans Baldung Grien bemerkt haben, der in Straßburg mit dem Münsterkaplan Johannes Rudalphinger, den er als musicorum decus bezeichnete, bekannt war.
Stellvertretend für die Nürnberger Zeit sind die Gesänge der Meistersinger zu sehen, die zum traditionsbezogenen musikalischen Gut gehören. Die Colmarer Liederhandschrift gilt hierbei als eine der wichtigsten Quellen für die Überlieferung der Meister-Gesänge. Die verzierte Anlage und der Umfang der Lieder zeigt deutlich, wie weit diese Kunst über das einfache Lied hinausführt.

Datum:
Gebäude: Hauptgebäude
Ausstellung: Hans Baldung Grien
Dauer: 120 min.
Sprache: Deutsch
Preis zzgl. Eintritt: € 6,00
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