Dr. Heidi Pfeiffenberger, 11. Juli 2020

Making of “Art of”

Viele Projekte haben eine lange Vorlaufzeit, die dann oft wie im Flug vergeht. So war es auch beim neuesten Digitalprojekt der Kunsthalle: Rund 18 Monate haben wir intensiv an Art of gearbeitet. Und jetzt geht in wenigen Tagen der erste Baustein online. Wow.

Das Konzept

Was unter dem Arbeitstitel Deine Kunsthalle 24/7 in Planung ging, wurde nun Schritt für Schritt weiterentwickelt und detailliert konzipiert. Die Kunsthalle Karlsruhe hatte sich mit diesem Projekt das Ziel gesetzt, ein digitales Angebot für eine jüngere nicht-museumsaffine Zielgruppe zu entwickeln.
Aber was heißt das konkret? Unter der jüngeren Zielgruppe verstehen wir Personen zwischen 22 und 27 Jahren, bei denen ein Besuch im Kunstmuseum bisher nicht ganz oben auf der Liste der Freizeitbeschäftigungen steht. Neben der Zielgruppe waren auch Art und Mehrwert der Anwendung klar definiert: eine mobile first Website, die sich dauerhaft in das digitale Angebot der Kunsthalle integrieren lässt und den User*innen unterhaltsame Zugänge zu den Kunstwerken der Kunsthallen-Sammlung ermöglicht.

Die Website besteht aus drei Bausteinen, die sich ganz wunderbar unter dem Titel Art of zusammenfassen lassen:

Art of Wasting Time – mit Kunstwerken mehr über die eigene Persönlichkeit, Launen oder Vorlieben erfahren.
Art of Creating Stuff – selbst mit den Kunstwerken der Kunsthalle kreative Collagen erstellen und eigene Produkte gestalten.
Art of Chit-Chatting – Hintergrundgeschichten aus dem Museum und ungewöhnliche Details zu Kunstwerken erfahren.

Filmstill, das ein digital bearbeitetes Werk in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle zeigt

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Der Werkzeugkoffer

Was so spielerisch klingt, war für das Team ein hartes Stück Arbeit mit viel Kreativität und Mut zur Offenheit. Zahlreiche teaminterne Brainstorming-Sessions, kreative Workshops mit externen Partner*innen – darunter auch Anke von Heyl – und stundenlange Gespräche mit der Fokusgruppe verhalfen uns zur finalen Konzeption.
Unsere Fokusgruppe, ein ausgewählter Kreis nicht-museumsaffiner Personen zwischen 22 und 35 Jahren, stand uns hierbei mit Rat und Tat zur Seite. Look and Feel, Naming, Design, UX und Content wurden hierbei ausgiebig unter die Lupe genommen, getestet, kritisiert und gelobt. Für uns bedeutete das Erkenntnisgewinn und Inspiration, aber auch die ein oder andere lehrreiche und arbeitsintensive Korrekturschleife.

Der Inhalt – offen, anders, kreativ

Die Basis von Art of bilden die Kunstwerke der Kunsthallen-Sammlung, die unter www.moodfor.art
bald auf neue Weise entdeckt werden können. Hierbei werden Fashion, Lifestyle und Alltagskultur – ganz alltägliche Themen und Interessensgebiete – mit Kunst kombiniert. Was haben Bärte, Mode, Essen, Inneneinrichtung oder Tattoos mit Kunst gemeinsam? Genau diesen und ähnlichen Fragen sind wir nachgegangen und haben die drei Formate Art of Wasting Time, Art of Creating Stuff und Art of Chit-Chatting entwickelt.

Umgesetzt werden konnte das alles dank der Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, das ein passendes Förderprogramm mit dem Titel Digitale Wege ins Museum II aufgelegt hatte.