Charles-Michel-Ange Challe - Blick in ein Mausoleum

Blick in ein Mausoleum

Charles-Michel-Ange Challe

Maße:
H 28 cm  
Jahr:
18. Jahrhundert
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Dem Gewinn des „Prix de Rome“ verdankte Charles-Michel-Ange Challe einen mehrjährigen Studienaufenthalt an der Französischen Akademie in Rom. Dort hatte er Gelegenheit zum Studium der Antike, der Alten Meister und zum Austausch mit zeitgenössischen Künstlern. Von prägendem Einfluss für sein Schaffen wurden insbesondere die Werke des in Rom lebenden Giovanni Battista Piranesi (1720–1778), wie das Karlsruher Blatt eindrucksvoll belegt.

Challes Zeichnung zeigt den Blick in einen monumental wirkenden und festlich geschmückten Innenraum, dessen Zentrum ein klassizistisch anmutendes Grabmonument einnimmt. Die Architektur ist mit durchscheinenden Grau- und Brauntönen angelegt und durch lose, fast kalligrafisch anmutende Federstriche um Detailformen ergänzt. Auffallend ist die großzügige Verwendung von Deckweiß, mit dem der Künstler eine flackernde Beleuchtung anlegt. Er gestaltet seine Zeichnung als ein effektvolles Zusammenspiel von Licht und Schatten, wir blicken aus dem Dunkeln in einen hell beleuchteten Innenraum.

Bei der Darstellung handelt es sich vermutlich um den Entwurf für eine temporäre Architektur, die wohl anlässlich eines Herrscherbegräbnisses oder einer Erinnerungsfeier errichtet werden sollte. Der Karlsruher Zeichnung gelingt es, einen anschaulichen Eindruck von der atmosphärischen Wirkung solcher glanzvollen Festlichkeiten zu vermitteln.

Künstler*in
Charles-Michel-Ange Challe
Titel
Blick in ein Mausoleum
Entstehungszeit
18. Jahrhundert
Technik
Feder in Schwarz Pinsel in Braun Pinsel in Grau Pinsel in Deckweiß Grafit
Material
Papier
Maße Blatt
28 cm
Inventarnummer
1978-7
Abteilung
Kupferstichkabinett
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