Jan Lauts, Slg. Kat. Karlsruhe 1966, S. 293: „Eigenhändige freie Wiederholung einer Kopie von Teniers nach einem Gemälde des Paolo Farinati – früher Paolo Veronese zugeschrieben – in der Sammlung des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (jetzt Wien, Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie Nr. 1538). Die Karlsruher Fassung dem Original gegenüber insofern verändert, als dieses – in schmalem Hochformat und mit einer nur angedeuteten Landschaft – den Heiligen an eine Säule gefesselt zeigt. Auf der Wiedergabe der Galerie des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Teniers im Prado zu Madrid [Nr. 1813, Abb. bei Bernt III (1948), Nr. 819] ist das Original Farinatis getreu wiederholt, vermutlich auf Grund der zuerst angefertigten Kopie. Der seitenverkehrte Stich im „Theatrum Pictorium“ erweitert die Komposition seitlich und nach oben, beläßt die Figur des Heiligen an der Säule jedoch in der Mitte und versetzt sie nicht an die linke Seite wie die Karlsruher Wiederholung (für verschiedene Auskünfte ist d. Verf. Frau Dr. F. Klauner, Gemäldegalerie Wien, zu Dank verpflichtet). Eine andere Ansicht der Galerie des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Teniers in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (Nr. 1840, z. Z. Schleißheim) zeigt ebenfalls das Gemälde Farinatis.“
Das Wiener Gemälde, Vorlage der Kupfertafel, führt heute wieder die Zuschreibung „Paolo Caliari, gen. Veronese (?)“ (s. Sylvia Ferino-Pagden (u. a.), Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien, Verzeichnis der Gemälde, Wien 1991, S. 131, sowie Online-Sammlung des KHM, Stand: 03.05.2022).