Ferdinand Keller - Landschaft am Seeufer

Landschaft am Seeufer

Ferdinand Keller

Maße:
H 28,8 cm  B 47,3 cm  
Jahr:
1861
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Wie durch eine Zeltöffnung sticht der schräge Baumstamm in das dichte Laubdach und gibt den Blick frei auf einen See. Die perspektivische Wirkung des dunklen Stammes wird unterstützt durch die Farbgebung: Zweige, Lianen und Blätter wurden als filigrane Bleistiftzeichnung auf dem weißen Papier stehen gelassen, doch den wuchtigen Baum und seine Umgebung kolorierte der Künstler mit dunklem Braun sowie kühlen Blau- und Grüntönen.

Im Hintergrund leuchtet der Himmel in smaragdfarbenen Aquarellfarben, die den Blättervorhang des Vordergrundes aussparen. Eine große Frische geht von dieser Landschaft aus, die in einer einfachen und klaren Komposition die urwüchsige Gewalt des Dschungels spüren lässt.

Ferdinand Keller (1842¿1922), gefeierter Historienmaler der Gründerzeit, verbrachte als Teenager rund vier Jahre in Brasilien, wo er autodidaktisch zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle schuf. Sie legen Zeugnis ab von seiner hohen künstlerischen Begabung, die ihn nach seiner Rückkehr zum Studium an die Karlsruher Akademie führte. Noch heute befinden sich Hunderte seiner frühen brasilianischen Blätter im Karlsruher Kupferstichkabinett.

Künstler*in
Ferdinand Keller
Titel
Landschaft am Seeufer
Entstehungszeit
1861
Technik
Bleistift Aquarell
Material
Karton beige
Maße Blatt
28,8 × 47,3 cm
Inventarnummer
1940-576
Abteilung
Kupferstichkabinett
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