Landschaft am Seeufer
Beschreibung
Wie durch eine Zeltöffnung sticht der schräge Baumstamm in das dichte Laubdach und gibt den Blick frei auf einen See. Die perspektivische Wirkung des dunklen Stammes wird unterstützt durch die Farbgebung: Zweige, Lianen und Blätter wurden als filigrane Bleistiftzeichnung auf dem weißen Papier stehen gelassen, doch den wuchtigen Baum und seine Umgebung kolorierte der Künstler mit dunklem Braun sowie kühlen Blau- und Grüntönen.
Im Hintergrund leuchtet der Himmel in smaragdfarbenen Aquarellfarben, die den Blättervorhang des Vordergrundes aussparen. Eine große Frische geht von dieser Landschaft aus, die in einer einfachen und klaren Komposition die urwüchsige Gewalt des Dschungels spüren lässt.
Ferdinand Keller (1842¿1922), gefeierter Historienmaler der Gründerzeit, verbrachte als Teenager rund vier Jahre in Brasilien, wo er autodidaktisch zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle schuf. Sie legen Zeugnis ab von seiner hohen künstlerischen Begabung, die ihn nach seiner Rückkehr zum Studium an die Karlsruher Akademie führte. Noch heute befinden sich Hunderte seiner frühen brasilianischen Blätter im Karlsruher Kupferstichkabinett.
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DAS BESONDERE BLATT 2014 01-03
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
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Kunsthalle@ZKM. Ein neuer Blick auf die Sammlung
Highlight-Präsentation ZKM 13.02.2024 - 06.09.2024