Fritz Klemm - Die Wand

Die Wand

Fritz Klemm

Jahr:
1967
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Im Werk Fritz Klemms taucht die Wand als Motiv um 1967 auf. Sie erscheint vereinzelt, nicht mehr im Kontext eines Gebäudes, als tragendes Bauglied oder als Teil eines perspektivisch konstruierten Raumbildes, das in Klemms Œuvre allerdings auch existiert, sondern als objekthaftes Gegenüber der Betrachtenden. Klemm benutzte Caparol, eine putzartige Spachtelmasse für Wandanstriche. Er trug es pastos in zahlreichen parallelen Vertikalzügen auf eine Hartfaserplatte auf und teilte das Bildfeld in zwei Partien mit unterschiedlichen Weißtönungen. Klemms Wände sind hart, lapidar und dennoch Kontemplationsflächen. Sie spiegeln das spartanische Arbeitsumfeld des Künstlers, aber auch seine Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Minimalismus.

Die frühe Wand von 1967 gehört zu den besonders lichthaltigen Formulierungen des Themas. Nachdem Klemm, Professor an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, 1970 sein helles Dienstatelier in Schloss Scheibenhardt hatte aufgeben müssen und in ein Künstleratelier in der Karlsruher Stresemannstraße umgezogen war, das nur Nordlicht in einer grauen Betonarchitektur bot, verdunkelten sich seine Werke und er arbeitete zumeist auf oder mit Papier.

Künstler*in
Fritz Klemm
Titel
Die Wand
Entstehungszeit
1967
Technik
Caparol
Material
Hartfaserplatte
Maße Bildträger
111,5 × 92,5 cm
Maße Rahmen
113,5 × 93,5 × 4 cm
Inventarnummer
2841
Abteilung
Neue Malerei und Plastik
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