Eine Schlafstube mit einfallendem Licht

Eine Schlafstube mit einfallendem Licht

Georg Friedrich Kersting

Maße:
H 19cm B 29cm
Jahr:
Unbekannt
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Das kleinformatige Aquarell zeigt ein alltägliches Motiv: zu sehen ist ein niedriger Schlafraum, ausgestattet mit nur wenigen Möbelstücken - einem Bett, einer Kommode sowie zwei Stühlen. Der Betrachter wird gefangengenommen von der Stille und Intimität der Ansicht, deren Reiz in besonderem Maße durch das Wechselspiel großflächig aquarellierter Flächen und frei gelassener Partien entsteht. Als stabilisierendes Gerüst bildet eine Bleistiftzeichnung die Grundlage der Komposition.

Eindrücklich ist die Qualität des Lichtes erfasst, das durch die beiden Fenster in das Zimmer fällt, die auf der Kommode stehenden Gegenstände erhellt und Streifen auf das Bett wirft. In den Leerstellen des Blattes entfaltet es seine Intensität, löscht die Materialität der Dinge ebenso wie ihre Farbigkeit aus. Das Licht ist die einzige Verbindung des Innenraums zur Außenwelt. Es überwindet die Schwelle zwischen Innen und Außen.

Das Interieur gehört zu den bevorzugten Themen des Malers Georg Friedrich Kersting. Der abgeschlossene Raum gewinnt in dem hier gezeigten Aquarell einen stilllebenhaften Charakter, während er in anderen Darstellungen des Malers zu einem Zufluchtsort wird, der das konzentrierte Versenken in eine Tätigkeiten erlaubt. Der in Güstrow geborene Künstler kam nach einem Studium an der Kopenhagener Kunstakademie um 1809/10 nach Dresden, wo er unter anderem in engem Kontakt zu Caspar David Friedrich stand. Im Jahr 1818 trat er die Stelle des Malervorstehers der Königlichen Porzellanmanufaktur in Meißen an, die er zeitlebens innehatte.

[A.R.]

Daten und Fakten

Titel Eine Schlafstube mit einfallendem Licht
Künstler*in Georg Friedrich Kersting
Entstehungszeit Unbekannt
Inventarnummer 1993-34
Material Papier
Technik Aquarell Bleistift
Gattung Zeichnung
Abteilung Kupferstichkabinett
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