Joan Miró (1893) - Landschaft

Landschaft

Joan Miró (1893)

Maße:
H 81,0 cm  B 100,0 cm  
Jahr:
1926
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Die abstrakte Bildsprache des spanisch-katalanischen Künstlers Joan Miró ist geprägt von einem eigenen Code zeichenhafter Formen und klarer Farben, so dass er als einer der eigenständigsten und innovativsten modernen Künstler des 20. Jahrhunderts gilt.

Im Sommer des Jahres 1926 entstand dieses Gemälde als eine Erinnerung an das Gehöft seiner Familie im heimatlichen Montroig, Spanien. Mirós „Landschaft“ ist aus wenigen poetisch anmutenden Elementen konstruiert, die sich vor einem Horizont zwischen der roten und schwarzen Fläche begegnen. Während die Schwarze die Erdzone einnehmen könnte, könnte die Rote den Himmel darstellen. Miró entwickelte eine persönliche Symbolsprache und Assoziationen zwischen dem Realen und der Fantasie. Die scharfen Spitzen im unteren Bereich des Bildes changieren je nach Farbigkeit zwischen keimenden grünen Blättern und schwarzen Haifischflossen. Das zitronenförmige Oval, das an eine Sonne erinnert, wird von einer weißen Schlange besucht, die in Mirós Zeichenkosmos für die Liebe steht. Auch das freundliche Gesicht in der braunen Wolke darüber, die gleichsam wie in einer Taube vom Himmel zu kommen scheint, betont die friedvolle Grundstimmung des Bildes. Mit dünnem Strich, teils malend, teils ritzend, setzte Miró ein Rad und eine Leiter in bzw. auf die Farbschicht. In für ihn typischer Weise sind gerade diese schnöden Alltagsgegenstände im Bild unwirklich und rätselhaft, während die Fantasieformen eine größere Selbstverständlichkeit und Präsenz besitzen.

Das Gemälde entstand wenige Jahre nachdem Miró nach Paris gegangen war, um in der Werkstatt des Bildhauers Pau Gargallo zu arbeiten. Bald schon gehörte er zu dem Kreis der Surrealisten um André Breton, der Miró als „größten Surrealisten von uns allen“ bezeichnete.

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Foto des Podcasters Jakob Schwerdtfeger, hinter ihm ist das Stilleben mit Orangen, Bananen, Zitronen und Tomate der Künstlerin Modersohn-Becker zu sehen.

Episode 88: Künstlerische Fußball-WM: Landschaft von Joan Miró

Zwischen dem wilden Künstlerleben in Paris und dem idyllischen Bauernhof seiner Familie fand der Künstler dieser Folge Inspiration und das Gleichgewicht, das seine Kunst prägte. Die Rede ist vom weltbekannten spanischen Künstler Joan Miró. Mit seinen abstrakten Bildern entführt er in surreale Traumwelten. Was der Künstler mit der Fußball-WM, einer Bank und dem Tourismus in Spanien zu tun hat, erzählt Kunstcomedian Jakob Schwerdtfeger in dieser Folge von Kunstsnack.

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Zum Audiotranskript der Kunstsnackepisode zu Joan Miró

Daten und Fakten

Titel Landschaft
Künstler*in Joan Miró (1893)
Entstehungszeit 1926
Inventarnummer 2669
Epoche Klassische Moderne
Maße Bildträger H 81,0 cm  B 100,0 cm  
Maße Rahmen H 98,5 cm  B 117,0 cm  T 5,8 cm  
Material Leinwand
Technik Ölfarbe
Genre Landschaft
Gattung Gemälde
Abteilung Neue Malerei (nach 1800)
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