Tod Mariae und Heimsuchung Mariae

Tod Mariae und Heimsuchung Mariae

Meister der Lichtenthaler Marienflügel

Maße:
H 225cm B 142cm
Jahr:
1489
Ort:
Saal 19

Beschreibung

Darstellungen der Muttergottes oder solche des Marienlebens sind Hauptmotive der gotischen Malerei. Das Werk des Meisters der Lichtenthaler Marienflügel bildet mit einer Größe von 225 x 142 Zentimetern je Tafel ein besonders eindrucksvolles Beispiel hierfür.

Auf der rechten Tafel des doppelseitig bemalten Altars werden der Tod Mariens (innen) und die Heimsuchung (außen) geschildert. Die Tafel flankierte einst den Schrein des Hochaltar-Retabels in der Zisterzienserinnenklosterkirche Lichtenthal bei Baden-Baden. Die Kirche ist der Heiligen Jungfrau Maria geweiht, weshalb das Bildprogramm des Altaraufsatzes Szenen aus ihrem Leben zeigt.

Der Urheber der Flügelbilder ist bis heute unbekannt. Jedoch kann man in seiner Malerei schwäbische Einflüsse erkennen. Darüber hinaus sind auch oberrheinische und niederländische Elemente in seinem Werk zu finden.

Der Maler legte großen Wert auf die Schaffung und Beschreibung eines Bildraums, in dem die Figuren glaubhaft agieren können. Dies kommt auch in dem schräg gestellten Baldachinbett zum Ausdruck, das die Betrachtenden Tiefe empfinden lässt. Es sind allerdings Erfahrungswerte, nach denen hier der Raum geschaffen wird, nicht die strikt befolgten Regeln der Zentralperspektive.

Daten und Fakten

Titel: Tod Mariae und Heimsuchung Mariae
Künstler: Meister der Lichtenthaler Marienflügel
Entstehungszeit: 1489
Inventarnummer: 806 b
Epoche: Gotik
Material: Nadelholz
Technik: Mischtechnik
Genre: Historie
Gattung: Gemälde
Abteilung: Alte Malerei (vor 1800)
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