Moritz von Schwind - Der Sängerkrieg auf der Wartburg

Der Sängerkrieg auf der Wartburg

Moritz von Schwind

Maße:
H 47,8 cm  B 75,1 cm  
Jahr:
1837
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Vor dem thronenden Landgrafen Hermann von Thüringen und seiner Frau Sophie kommt es im Sängerkrieg auf der Wartburg zum Höhepunkt: Der ungarische Magier Klingsor springt erregt auf und zwingt seinen Kontrahenten Wolfram von Eschenbach im Rededuell zur Aufgabe. Zahlreiche Figuren aus der mittelhochdeutschen Gedichtsammlung des "Wartburgkrieges" beleben die Szene: Neben dem aufgebrachten Klingsor steht der vormals unterlegene Heinrich von Ofterdingen, dem der Zauberer zur HiIfe eilte. Hinter Eschenbach blickt Reinmar der Alte erwartungsvoll zum Landgrafen, während Walter von der Vogelweide beim Herabschreiten der Treppe zurückblickt. Im Vordergrund bringt links der feiste Haushofmeister die Siegergeschenke, rechts wird der Henker vertrieben, der den zuvor unterlegenen Ofterdingen hinrichten sollte.

Von 1840 bis 1844 hielt sich der gebürtige Wiener Moritz von Schwind in Karlsruhe auf, wo er die Wandmalereien für die Kunsthalle entwarf und großteils auch selbst ausführte. Sein großes Fresko im Treppenhaus mit Darstellung der Einweihung des Freiburger Münsters gehört zu seinen bedeutendsten Werken. 1838 hatte er das vielfigurige Aquarell mit dem Wartburgkrieg als Beweis seines Kompositionstalentes an Großherzog Leopold von Baden geschickt, um den Auftrag in Karlsruhe zu erhalten. Leopold erwarb es für seine Privatsammlung und engagierte den Künstler. Im Kupferstichkabinett sind rund 160 Zeichnungen des Künstlers vorhanden.

Künstler*in
Moritz von Schwind
Titel
Der Sängerkrieg auf der Wartburg
Entstehungszeit
1837
Technik
Aquarell Bleistift
Material
Papier elfenbeinfarben
Maße Blatt
47,8 × 75,1 cm
Inventarnummer
VIII 2467
Abteilung
Kupferstichkabinett
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