Otto Dix - Haustrümmer
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Haustrümmer

Otto Dix

Jahr:
Unbekannt
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Bei seinen Einsätzen an der West- und Ostfront während des Ersten Weltkriegs fertigte Otto Dix über 600 Zeichnungen auf kleinformatigen Pappen oder Papieren mit Bleistift, Kohle oder Tusche an. Dank dieses Formats waren sie auf langen Fußmärschen leicht zu verstauen. Dix sah den Krieg zunächst sowohl als Chance für einen kulturellen Neuanfang als auch als eine Art Naturereignis. Er dokumentierte in seinen Skizzen die militärischen Befestigungen sowie die kriegszerstörten Landschaften und Architekturen.

Zwischen den chaotischen Trümmern lassen sich eine Hausruine und Fragmente einer Hauswand ausmachen, die mit hartem Strich expressiv aufs Papier gebannt sind. In der Bildmitte ragt eine zertrümmerte Fassade mit vier kleinen Fensteröffnungen auf. Die Form des Fragments deutet auf eine Giebelwand hin. Einzelne Partien werden durch den Lichteinfall akzentuiert; der Rest bleibt schattenhaft und diffus. Der starke Hell-Dunkel-Kontrast verstärkt die Expressivität der grafischen Darstellung zusätzlich. Die Spuren menschlicher Existenz sind zerstört, das Terrain ist lebensfeindlich geworden. Der Krieg hat tote Räume geschaffen.

Künstler*in
Otto Dix
Titel
Haustrümmer
Entstehungszeit
Unbekannt
Technik
Bleistift
Material
Papier hellbraun
Inventarnummer
1954-2
Abteilung
Kupferstichkabinett
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