Rembrandt Harmensz. van Rijn - Bildnis des Malers Jan Asselijn

Bildnis des Malers Jan Asselijn

Rembrandt Harmensz. van Rijn

Jahr:
um 1647
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Der Künstler Jan Asselijn (um 1610–1652) war ein bedeutender Landschaftsmaler und mit Rembrandt befreundet. Die Jahre zwischen etwa 1641 und 1645 verbrachte Asselijn in Italien, wo die Erfahrung der südlichen Natur seine Landschaftsauffassung stark beeinflusste. Kurz nach seiner Rückkehr nach Amsterdam hat Rembrandt ihn in dieser Radierung porträtiert. Asselijn posiert mit hohem Hut und üppigem Kostüm und stützt seine rechte Hand auf einen Arbeitstisch. Neben Büchern ist dort auch eine Palette mit einigen Pinseln erkennbar, die auf den Beruf des Porträtierten hinweisen. Ursprünglich war im Hintergrund eine große Staffelei mit einer skizzierten Landschaftskomposition vorgesehen, die Rembrandt jedoch nach einigen Probedrucken wieder getilgt hat. Spuren dieses Entwurfes sind beim genauen Hinsehen noch erkennbar.

Rembrandt nutzte für diesen Druck ein kostbares und langfaseriges Japanpapier, das dem frühen und brillanten Abzug einen warmen Ton verleiht. Beziehen konnte man dieses exotische Material in Amsterdam über die niederländische Ostindien-Kompanie. Die Verwendung unterschiedlicher Papiere und auch Seidenstoffe ist charakteristisch für Rembrandts Experimentierfreude in der Druckgrafik. Neben geätzten Linien sind auf diesem Abdruck auch gestochene und mit der kalten Nadel gearbeitete Partien erkennbar, die ebenso wie der Reichtum an vielschichtigen Schraffuren das herausragende technische Können des Künstlers auch in der Radierung bezeugen.

Künstler*in
Rembrandt Harmensz. van Rijn
Titel
Bildnis des Malers Jan Asselijn
Entstehungszeit
um 1647
Technik
Radierung Kaltnadelradierung Grabstichel
Material
Japanpapier
Inventarnummer
1974-41
Abteilung
Kupferstichkabinett
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