August Macke - Leute am blauen See
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Leute am blauen See

August Macke

Jahr:
1913
Ort:
Kunsthallenpräsentation im ZKM

Beschreibung

Der Rheinländer August Macke war ein wichtiger Vermittler französischer Malerei an die deutsche Moderne. Er gehörte dem Kreis um den „Blauen Reiter“ an, entwickelte jedoch eine ganz eigene Bildsprache. Diese ist vor dem Gemälde „Leute am blauen See“ leicht nachzuvollziehen.

Ein Mann, eine Frau und ein kleines Mädchen flanieren an einem See. Motivisch steht das Gemälde in der Tradition der Genrebilder, insbesondere der Sonntagsbilder Georges Seurats. Bei aller Freiheit der Farbgebung ist buntes Herbstlaub doch unverkennbar. Sonntäglich, geradezu paradiesisch erscheint das Idyll des Spaziergangs. Im Vordergrund stehen – typisch für Macke – Muße und Lebensfreude.

Zwar nimmt Macke durch die großen, gleichwertigen Farbfelder dem Bild die Tiefenwirkung, doch kann man die räumliche Bewegung der Spaziergänger*innen gleichwohl erleben. Der Künstler ging kubistisch vor und modellierte in einfachen Formen. Kalte und warme Farben von verschiedener räumlicher und plastischer Wirkung stehen nebeneinander und verleihen dem Bild eine Dynamik, so sehr es seine flächige Einheit auch behält.

Auch wenn das Motiv allgemein gehalten ist, spiegelt das Gemälde die Situation des Künstlers während seines Erholungsurlaubs am Thuner See wider, wo er sich von Ende September 1913 bis zum Frühjahr 1914 aufhielt. In dieser für das Ehepaar Macke besonders glücklichen Zeit entstand „Leute am blauen See“. – Ein Jahr später starb der erst 27-jährige Macke auf dem Schlachtfeld in der Champagne.

Künstler*in
August Macke
Titel
Leute am blauen See
Entstehungszeit
1913
Technik
Ölfarbe
Material
Leinwand
Maße Bildträger
60 × 48,5 × 2,3 cm
Maße Rahmen
73,2 × 61,7 × 6,5 cm
Inventarnummer
2321
Abteilung
Neue Malerei und Plastik
Epoche
Expressionismus Klassische Moderne
Genre
Genre

Kunsthalle x Jaqueline Scheiber

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Hier spricht ein Wir der Leichtigkeit.

Ein Mann, eine Frau und ein kleines Mädchen flanieren an einem von Bäumen gesäumten See. Ein Sonntagsszenario, ein Idyll, das Muße und Lebensfreude in den Vordergrund stellt.

August Macke ordnet die Szene in großen, gleichwertigen Farbfeldern an, die dem Raum Tiefe nehmen und doch Bewegung zulassen: Die Körper gehen, aber sie lösen sich zugleich in Fläche und Rhythmisierung auf.

Gemälde des Expressionisten August Macke: Leute am blauen See. Zu sehen sind zwei gestalten vor einem bunt-abstrakten Hintergrund.

Daraus lässt sich eine soziale Frage formulieren: Werden wir in der Gemeinschaft zu einer harmonischen Einheit? Macke mutet Zugehörigkeit an, ein Gemeinsamsein. Der Spaziergang wirkt paradiesisch, aber die Umgebung bleibt im Hintergrund.

Vielleicht spricht hier die Sehnsucht nach einem Moment Frieden. Weiß man um den Kontext, dass Macke kurz darauf im Krieg starb, klingt das Wir noch einmal dringlicher: Wie ein Festhalten an etwas, das nicht bleiben wird.

Weitere digitale Angebote zu August Mackes „Leute am blauen See“

Foto von Jakob Schwerdtfeger neben einem goldenen Rahmen, in dem eine Abbildung des Werks "Leute am blauen See" von August Macke zu sehen ist. Darüber steht der Schriftzug: "Kunstsnack"

Das Werk im Podcast Kunstsnack

Episode 18: Vielschichtige Fahrstuhlmusik in Bildform – Leute am blauen See von August Macke

In dieser Kunstsnack-Folge wird August Mackes Gemälde Leute am blauen See thematisiert, das zunächst auf Ablehnung stieß. Die Episode erklärt, was das Werk über die damalige Zeit aussagt, definiert den Expressionismus und beleuchtet die Verbindungen zu Katzenkalendern und Schaufensterpuppen.

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Zum Audiotranskript der Kunstsnackepisode zu August Macke.

Touren zu diesem Werk

Abbildung eines Details von Degas Bildnis Madame Jeantaud
Community-Tour

Kunsthalle x Jaqueline Scheiber


kurzweilig
ca. 22 min
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