Die Heilige Familie bei Tisch

Die Heilige Familie bei Tisch

Jacques Callot (1592)

Maße:
H 19cm B 16cm
Jahr:
um 1628
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Der Lothringer Jacques Callot gehört zu den produktivsten Grafikern des 17. Jahrhunderts. Bereits zu Lebzeiten waren seine Blätter sehr gefragt – höfische Fest- und Theaterszenen, Porträts und Herrscherbildnisse, aber auch Landschaften, Stadtansichten und Genrebilder wurden zu Tausenden verlegt und verkauft.

Das in ein Rechteck eingeschriebene Rundbild zeigt eine alltägliche Begebenheit: Eine Frau, ein Mann und ein Kind essen zu Abend. Lediglich die Heiligenscheine verweisen darauf, dass es sich um eine religiöse Szene handelt. Bei nächtlicher Stunde haben sich Maria, Josef und das Jesuskind zum Mahl um den hell beleuchteten Tisch versammelt. Josef beugt sich fürsorglich zu dem Kind herab und gibt ihm aus einem Glas zu trinken, während Maria die beiden aufmerksam betrachtet.

Wie die Inschrift des Blattes nahelegt, wurde die Szene in Bezug zum Heilsgeschehen gesetzt. Mit den Worten „Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch an mir vorübergehe.“, bittet Christus am Ölberg, dass ihm das vorbestimmte Schicksal erspart werde. In Callots Darstellung wird das Trinken des Knaben aus dem kelchartigen, gläsernen Gefäß zum Hinweis auf die Passion.

Daten und Fakten

Titel: Die Heilige Familie bei Tisch
Künstler: Jacques Callot (1592)
Entstehungszeit: um 1628
Inventarnummer: 1991-32
Epoche: Barock
Material: Papier
Technik: Radierung
Genre: Historie
Gattung: Radierung
Abteilung: Kupferstichkabinett
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