Max Beckmann - Kaschemme

Kaschemme

Max Beckmann

Maße:
H 67,8 cm  B 54 cm  
Jahr:
1922
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Die Lithografie Kaschemme ist Bestandteil der druckgrafischen Folge der Berliner Reise 1922 . Zweimal besuchte Max Beckmann im Januar und Februar jenes Jahres die deutsche Hauptstadt von Frankfurt am Main aus, die zuvor über zehn Jahre seine Heimat gewesen war. Die Serie entstand in dieser Zeit und stellt – wie auch schon die 1919 erschienene, ebenfalls als großformatige Lithografien ausgeführte Folge Die Hölle – eine künstlerische Auseinandersetzung mit Leben und Leid in Berlin dar. Beckmann umkreist darin omnipräsente Themen seiner Gegenwart wie Elend und Armut einerseits, Vergnügungslust und -sucht seiner Zeitgenossen andererseits, sowie die politische Gespaltenheit der Gesellschaft in der Weimarer Republik.

Die Darstellung Kaschemme nimmt dabei das zwielichtige Amüsement der sozial Benachteiligten in den Blick. Sie gibt Einblick in ein Wirtshaus, das von fragwürdigen Gestalten und einem tanzenden Paar aufgesucht worden ist. Ortsgemäß scheint hier allgemeine Trunkenheit die Versammelten zu einen.

Die Berliner Reise 1922 , die einschließlich des Titelblatts elf Lithografien umfasst, bildet einen der Höhepunkte im druckgrafischen Werk des Künstlers, der vor allem zwischen 1914 und 1924 die Möglichkeiten der künstlerischen Drucktechniken auslotete.

Künstler*in
Max Beckmann
Titel
Kaschemme
Entstehungszeit
1922
Technik
Lithografie
Maße Blatt
67,8 × 54 cm
Inventarnummer
FK 66
Abteilung
Kupferstichkabinett
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