Selbstbildnis mit steifem Hut

Selbstbildnis mit steifem Hut

Max Beckmann

Maße:
H 32cm B 24cm
Jahr:
1921
Ort:
nicht ausgestellt

Beschreibung

Max Beckmann schuf im Laufe seines Lebens zahlreiche Selbstbildnisse.

Das „Selbstbildnis mit steifem Hut“ gilt als ein Hauptblatt in Beckmanns grafischem Schaffen. Es existiert in mehreren Zuständen, d. h. der Künstler bearbeitete die Druckplatte immer weiter und dokumentierte die einzelnen Zustände durch die Herstellung von Abzügen. Im Zuge der Bearbeitung der Platte gewann die Komposition durch den Verzicht auf räumliche Details zunehmend an Klarheit. Bekannt sind vier unterschiedliche Varianten des Motivs, wobei es sich bei unserem Blatt um die dritte von ihnen handelt.

Es zeigt Beckmann mit Anzug und Melone, eine Zigarette in seiner Linken haltend. Die Gesichtszüge des Künstlers sind unbewegt. Seine frontal ausgerichtete Gestalt ist auf das Brustbild beschränkt und dicht an den Blattrand herangerückt gerückt. Links und rechts von ihm sind eine Katze und eine Lampe zu erkennen. Diese Motive kehren im Werk Beckmanns vielfach wieder und stehen wohl für das geheimnisvolle, unergründliche Wesen und die nächtliche Stunde.

Die Befragung des eigenen Ich stellte für deutsche Künstler*innen wie Käthe Kollwitz und Max Beckmann in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen wichtigen Schritt zur Selbsterkenntnis dar. Sein erstes Selbstbildnis zeichnete Beckmann im Alter von 15 Jahren, zahlreiche weitere folgten.

Daten und Fakten

Titel: Selbstbildnis mit steifem Hut
Künstler: Max Beckmann
Entstehungszeit: 1921
Inventarnummer: 1962-31
Epoche: Expressionismus
Material: Büttenpapier
Technik: Kaltnadelradierung
Genre: Porträt
Gattung: Radierung
Abteilung: Kupferstichkabinett
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