Oskar Kokoschka - Kniender Rückenakt
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Kniender Rückenakt

Oskar Kokoschka

Maße:
H 43,4 cm  B 27,6 cm  
Jahr:
1908
Ort:
nicht ausgestellt

Künstler*in
Oskar Kokoschka
Titel
Kniender Rückenakt
Entstehungszeit
1908
Technik
schwarze Kreide aquarelliert
Material
Papier bräunlich
Maße Blatt
43,4 × 27,6 cm
Inventarnummer
VIII 1812
Abteilung
Kupferstichkabinett

Kunsthalle x Jaqueline Scheiber

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Hier spricht Intimität.

Ein Akt, der nicht verführen will, sondern alltägliche Schönheit zulässt. Nach heutigen Standards wirkt dieser Einblick wie eine ungeschönte und rohe Annäherung. Ein Körper, der sich nicht inszeniert, sondern existiert.

1908, in der die frühe Moderne, Nerv und Nervosität den Zeitgeist diktiert – trotzdem wirkt das Motiv wie ein Gegenentwurf zum besitzenden Blick.

Wer spricht hier: Das unbekannte Modell, das uns durch die Rückenansicht kaum Identitätsspielraum bietet, oder der Maler, der das Sehen selbst zum Thema macht?

Die Grafik von Oskar Kokoschka zeigt eine kniende, nackte, weibliche Person von hinten.

Die Abbildung des Rücken der Frau zeigt ambivalent auf: Wir sind unmittelbar nah und doch außen vor. Und genau dort, an dieser Schwelle, könnte eine Stimme entstehen, die wir selten so in der Betrachtung von Kunst und Frauen in der Kunst äußern.

Es spricht die Stimme des Körpers, der nicht erklärt, nicht lächelt, nicht antwortet. Die eigentliche Intimität liegt darin, dass wir nicht unbegrenzten Zugriff auf einen fremden Körper haben.

Weitere digitale Angebote zu Oskar Kokoschkas "Kniender Rückenakt"

Psychologe Can Isyapar und Autorin Jaqueline Scheiber, die nebeneinander auf einem Sofa sitzen. Im Hintergrund ist das Gemälde Leute am blauen See von August Macke zu sehen sowie der Schriftzug Kunstcouch.

Das Werk im Podcast Kunstcouch

Episode 18: Beziehungsmodelle – Zwischen Gewohnheit und Selbstfindung

Eigentlich Privatsache und doch in vielen Lebensbereichen ein polarisierendes Thema: Beziehungsmodelle. Ob monogam, polyamor, on-off oder einfach mal nur ganz auf sich selbst fokussiert, auf der Kunstcouch sprechen Autorin Jaqueline Scheiber und Psychologe Can Isyapar über verschiedene Modelle einer Beziehung, diverse Bindungsstile sowie die Selbstfindung und -verwirklichung in diesen Verbindungen. Die Kunsthallen-Sammlung verbildlicht Künstler*innenpersönlichkeiten und verzwickte Dreiecksbeziehungen, die bis heute Situationen aus dem Alltag erzählen.

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Abbildung eines Details von Degas Bildnis Madame Jeantaud
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kurzweilig
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