Forschung

Provenienzforschung

Auf der internationalen Konferenz über Holocaust-Vermögenswerte, die im Dezember 1998 in Washington stattfand, wurden von 44 Ländern elf Prinzipien verabschiedet, die zur Lösung offener Fragen im Zusammenhang mit durch die Nationalsozialisten beschlagnahmten Kunstwerken beitragen sollen.

Washingtoner Prinzipien

 

Seitdem sehen sich öffentliche Museen, Bibliotheken und Archive insbesondere in Deutschland der Aufforderung gegenübergestellt, ihre Sammlungen auf möglicherweise verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut zu durchsuchen. Dieser Verpflichtung kommt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe nach. Für die Provenienzforschung am Haus ist seit April 2010 die Kunsthistorikerin Tessa Rosebrock zuständig. Diese Wissenschaftlerstelle wird für drei Jahre finanziell von der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung in Berlin unterstützt. Seit Oktober 2013 werden die Mittel vollständig vom Land Baden-Württemberg gestellt.

Arbeitsstelle für Provenienzforschung

 

Unter Provenienzforschung versteht man die wissenschaftliche Untersuchung der Herkunft von Kunstwerken und ihrer Geschichte bevor sie ins Museum gelangen. Ein lückenloser Beleg der Eigentümerschaft ist in diesem Zusammenhang oberstes Ziel. Überprüft werden Sammlungseingänge in die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe seit 1933, die vor 1945 entstanden sind. Im Vordergrund stehen dabei Gemälde, die während des Zweiten Weltkriegs von der Generalverwaltung der oberrheinischen Museen erworben wurden.

 

Durch intensive Beschäftigung mit den Objekten und die systematische Aufarbeitung von Quellenmaterial in eigenen und fremden Archiven wird ergründet, auf welchem Weg eine Arbeit das Künstleratelier verlassen hat, ob und auf welche Weise sie den Kunsthandel durchlief und wer ihre Eigentümer waren. Unvollständige Provenienzen sollen komplettiert und eventuelle illegitime Eignerwechsel aufgedeckt werden.

 

Die aus der Forschungsarbeit hervorgehenden Ergebnisse finden Eingang in die hauseigenen Bestandskataloge, von denen zwei in näherer Zeit publiziert werden. Außerdem werden sie in die Objektdatenbank IMDAS eingepflegt.

 

Kommende Termine

  • Mittwoch 23.04.
    • Ferienmalen
      10:30h
    • Kunstimbiss. Kurzführung
      Feuerbach und die Frauen
      13:00h
    • Open Space
      Tor, Tor, Toor! Das Spiel der Spiele in der Kunst | Erweitertes Angebot in der Jungen Kunsthalle
      14:00h

ACHTUNG Terminverschiebung

Der Termin des Künstlergesprächs mit Franz Ackermann wurde vom 15. April auf den 8. Mai, 19:00 Uhr verschoben.

  • Eintritt

    € 8 / ermäßigt € 6

    Familien € 16
    Für Kinder bis 5 Jahren und Schüler ist der Eintritt frei.

    Gruppen ab 10 Personen erhalten den ermäßigten Eintrittspreis.

     
    Öffnungszeiten

    Di–So, Fei 10–18 Uhr


    Hotline: (0721) 926 26 96

    info@kunsthalle-karlsruhe.de

  • Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

    Hans-Thoma-Straße 2-6

    76133 Karlsruhe

     

    Telefon: (0721) 926 33 59

    Telefax: (0721) 926 67 88

    info@kunsthalle-karlsruhe.de

     

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