Details auf der Spur
Alltagsszenen im Blick
Was zieht uns an bei einem Bild? Wodurch wird unsere Aufmerksamkeit geweckt?
Laetitia Bihler führt mit einem Blick fürs Detail entlang französischer und niederländischer Werke des 16. und 17. Jahrhunderts.
Kapitel 1: Interesse geweckt
Der rote Punkt auf der Karte zeigt Ihnen den Ort des nächsten Gemäldes.
Laetitia Bihler hat sich mit diesem Bild auseinandergesetzt, weil sie selbst gerne Pfirsiche isst.
Anders als Louise Moillon beschäftigt sie sich nicht mit der Oberfläche der Gegenstände, sondern mit ihrer Kontur.
Gibt es Vorlieben, Hobbies oder andere Dinge, die bei Ihnen die Aufmerksamkeit für bestimmte Bilder schärfen? Und worauf schauen Sie dann?
Kapitel 2: Suchaufgabe
Der rote Punkt auf der Karte zeigt Ihnen den Ort des nächsten Gemäldes.
Die niederländischen Gemälde des 17. Jahrhunderts bestehen aus unzähligen fein gemalten Einzelheiten.
Finden Sie die Details, die die Künstlerin hier skizziert hat, im Bild? Was wäre Ihnen ins Auge gesprungen?
Wenn Sie in der Ausstellung sind, dürfen Sie sich mit der Künstlerin auf eine Suchreise durch verschiedene Bildwelten begeben. Alle Skizzen sind bei Betrachtung der Gemälde an dieser Wand entstanden. Finden Sie das Baby in der Wiege, die Katze und den Vogelkäfig?
Wenn Sie die Tour nicht in der Ausstellung anschauen: Was wäre Ihnen bei den Details wichtig gewesen, was hätten Sie festgehalten?
Herausgenommen aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang, werden die Details unter dem Bleistift der Künstlerin zu fantastischen Gestalten, vermischen sich mit bekannten Figuren und bekommen ein eigenes Leben.
Laetitia Bihler im Gespräch mit Brigitte Reisz und Daniela Schwarz (AHOI studios) über die Skizze.
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Brigitte Reisz: Und das hier? Warst Du das selber, oder ist das ein Chipmunk?
Laetitia Bihler: Ja, das sieht so ähnlich aus.
Brigitte Reisz: Das hast Du ja gezeichnet. Was ist es denn?
Laetitia Bihler: Der Jerry. Eine Maus.
Brigitte Reisz: Ne Maus? Und das hier, die Person hier?
Laetitia Bihler: Die Katze, das ist eine Katze, ein Kätzchen.
Brigitte Reisz: Wie heißt der?
Laetitia Bihler: Der Tom?
Brigitte Reisz: Tom?
Laetitia Bihler: Ja. Der Kater Tom.
Brigitte Reisz: Kater? Aber das ist doch kein Kater, der sieht doch wie ein Mensch aus, der hat doch einen Kopf und so ein rundes Ding drum.
Laetitia Bihler: Ja. Aber das ist, weil es bei Tom ist. Es ist eine Katze.
Brigitte Reisz: Ne Katze, die ein bisschen wie ein Mensch aussieht, oder wie?
Laetitia Bihler: Ja.
Brigitte Reisz: Ach so.
Laetitia Bihler: Das heißt Tom und Jerry.
Brigitte Reisz: Und Sly?
Laetitia Bihler: Nein, Jerry, der kleine Jerry.
Daniela Schwarz: Tom und Jerry.
Brigitte Reisz: Ach, Tom und Jerry.
Laetitia Bihler: Ja.
Brigitte Reisz: Ach so. Und wie bist Du denn auf die gekommen in der Kunsthalle? Einfach, weil Du hier die Katze, weil hier die Katze war? Und der Vogel, und dann hast Du an Tom und Jerry gedacht, die Katze und die Maus, so war’s?
Laetitia Bihler: Ja.
Wohin entführt Sie Ihre Fantasie bei dem ein oder anderen Detail?