Sehen, Wissen, Fühlen
Kirchliche Kunst im Blick
In diesem Abschnitt der Tour geht es um Kunstwerke, die Geschichten aus der Bibel zeigen.
Marie-Jo Seemann teilt ganz persönliche Gefühle, die das Betrachten der Gemälde in ihr auslöst. Fabian Roth-Nedas Skizzen zeigen, dass vor solchen Bildern Sehen und Wissen oft zusammenkommen.
Kapitel 1: Tiefe Gefühle
Der rote Punkt auf der Karte zeigt Ihnen den Ort des nächsten Gemäldes.
Marie-Jo Seemann im Gespräch mit Tamara Engert (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)
Ich habe ein gutes, warmes Gefühl.
Marie-Jo Seemann: Seit ich geboren bin, wurde ich geliebt. Und jetzt habe ich eine gute Freundin gefunden.
Sie liebt mich inniglich. Das ist einfach wunderschön.
Tamara Engert: Ist das etwas, das Du in dem Bild spürst?
Marie-Jo Seemann: Ja, es gibt mir Kraft, Mut, Motivation. Es hat viel, es steckt viel in dem Bild. Ich habe ein gutes, warmes Gefühl. Das habe ich dann noch entdeckt: die beiden Kinder. Das fand ich schön.
Was empfinden Sie, wenn Sie die Bilder anschauen?
Um zum nächsten Bild zu gelangen, müssen Sie an den beiden großen Tafeln vorbeilaufen, vor denen Sie gerade stehen.
Gehen Sie links an dem Bild vorbei, auf dem Maria vor einem roten Tuch sitzt.
Wenden Sie sich nach dem Bildschirm nach links und gehen Sie in den schmalen Gang,
dort hängt das Bild in einer Reihe mit kleinen Gemälden an der linken Wand
Kapitel 2: Inhalt und Form
Der rote Punkt auf der Karte zeigt Ihnen den Ort des nächsten Gemäldes.
Marie-Jo Seemann im Gespräch mit Isabel Dotzauer und Tamara Engert (beide Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)
Marie-Jo Seemann: Jetzt mache ich was neues, was wiederbelebendes. Ich möchte die Begegnung erfassen.
Isabel Dotzauer: Du möchtest erzählen, dass die beiden Frauen sich begegnen. Und was noch?
Marie-Jo Seemann: Dass sie sich gern haben. Die Haltung hat mich inspiriert, die Faltung auf jeden Fall.
Die langen Kleider, wie es entlangläuft, rausläuft. Ich find es so schön, weil es so heilig aussieht, wie sie so beieinanderstehen.
Tamara Engert: Wie stehen sie denn beieinander?
Marie-Jo Seemann: Sie schauen sich nicht richtig an. Die eine Frau hat sowas in der Hand, es ist so eine apothekische Salbe. Die soll jemanden heilen.
Und die andere mit dem Turm, von dem man Aussicht hat.
Tamara Engert: Und was hast Du bei Deinem Bild, bei Deiner Interpretation verändert?
Marie-Jo Seemann: Ich hab‘s auf meine Art gemacht. Weil es so dynamisch ist mit den langen Kleidern, hab ich sie verlängert.
Die Körperstruktur hab ich verändert der zwei Frauen. Man muss viele Dinge beobachten und beachten.
Für das nächste Bild gehen Sie bitte zurück an den Anfang dieser Station.
Das Bild befindet sich genau neben dem, um das es in Kapitel 1 ging.
Kapitel 3: Bekannte Worte. Bekannte Worte?
Der rote Punkt auf der Karte zeigt Ihnen den Ort des nächsten Gemäldes.
Kennen Sie diese biblische Geschichte? Kennen sie die Worte, die die Personen sprechen? Schauen Sie noch genau hin, wenn Sie glauben, die Geschichte zu kennen?
Lassen Sie sich von Fabian Roth-Nedas Skizzen, in denen er Schrift neben ausgewählte Motive der betrachteten Kunstwerke stellt, zu solchen Fragen anregen.
Für das letzte Bild dieser Station müssen Sie sich nur einmal umdrehen.