Kapitolinische Museen

Das Gründungsdatum der Kapitolinischen Museen geht zurück auf die Schenkung einer Gruppe von symbolreichen antiken Skulpturen durch Papst Sixtus IX della Rovere im Jahr 1471. Ihren Aufbewahrungsort fand die Sammlung auf dem Kapitol – einem seit der Antike symbolisch und politisch bedeutenden Hügel und im Mittelalter das Regierungszentrum Roms. Der Baukomplex bestand ursprünglich aus zwei Gebäuden, dem Senatoren- und der Konservatorenpalast und wurde ab 1538 auf Entscheidung des Papstes Paolo III Farnese (1534-1549) umgebaut. Nach Plänen von Michelangelo wurden die genannten Gebäude renoviert, derPlatz und die monumentale Treppe ausgeführt. Der dem Konservatorenpalast gegenüberstehende Palazzo Nuovo wurde erst Mitte des 17. Jahrhunderts beendet und dann als Aufbewahrungsort der Antikensammlung genutzt.

Im Laufe der Zeit erweiterte sich die Sammlung durch zahlreiche Erwerbungen, u.a. in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Sammlungsstücken aus der Sammlung Albani. Das von Anfang an als öffentliche Sammlung gedachte Museum ist für Künstler*innen ein bedeutender Ort, um nach berühmten antiken Skulpturen zu zeichnen. Ab 1754 beherbergten die Kapitolinischen Museen auch die Accademia del Nudo (Aktakademie). Bedeutende Sammlungstücke wurden von Piranesi u.a. in den Druckserien Lapides Capitolini (1762) und in den Antichità Romane (1759) wiedergegeben.

 

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