Gut behütet
Kleider machen Leute
In diesem Abschnitt der Tour geht Anna Sewanian der Frage nach, was Kleidung, aber auch Gesichtsausdruck und Umgebung über die gezeigte Person verraten können.
Alle Porträts, die die Künstlerin mit Worten und in Collagen unter die Lupe genommen hat, haben eine Gemeinsamkeit: Die gezeigten Personen tragen ganz besondere Kopfbedeckungen.
Die Serie führt Sie entlang von fünf Gemälden des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit.
Gehen Sie mit Anna Sewanian der Frage nach, wie die Gesichter gerahmt werden und was das wohl für Menschen waren, die wir in den Bildern sehen.
Kapitel 1: Auffällig unauffällig
Anna Sewanian im Gespräch mit Tamara Engert (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)
Tamara Engert (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe): Anna, Du hattest Dir als erstes ein Porträt ausgesucht.
Wir waren auf der Suche nach dem Bild, ich erinnere mich nur, dass Du gesagt hast: „Der hat eine rote Mütze auf.“ Und ich hab die ganze Sammlung abgesucht und überlegt, wer denn eine rote Mütze aufhat.
Erst als wir vor dem Porträt des Konstanzer Bischofs Hugo von Hohenlandenberg standen und damit endlich das gesuchte Bild gefunden hatten, wurde mir bewusst: Ich hatte noch nie auf den doch so auffälligen roten Hut geachtet, den Farbklecks nicht verankert.
Warum ist Dir das „hängengeblieben“?
Anna Sewanian: Ich bin ein paarmal dran vorbeigelaufen und ich fand das hervorstechend mit dieser großen Kappe und den Strähnen im Gesicht, und dann sieht man, dass er einen Dreitagebart hat.
Tamara Engert: Ja, es ist ganz detailliert gemalt und da hat jemand gut beobachtet.
Anna Sewanian: Vor allem ist ja links dahinter auch der Ausblick. Also ich würde einfach nur den Mann zeichnen.
Um das nächste Bild zu finden, drehen Sie sich bitte nach rechts und gehen an den großen Tafeln vorbei, die im Raum stehen. Auf der linken Seite befindet sich ein kleiner Altar mit klappbaren Außenflügeln.
Kapitel 2: Vom Einzelbild zur Serie
Wenden Sie sich jetzt nach rechts und gehen Sie an dem Bildschirm vorbei. Das nächste Bild befindet sich links in dem schmalen Gang an der rechten Wand.
Kapitel 3: Lebendiges Gegenüber
Anna Sewanian erzählt, was Sie an dem Porträt eines unbekannten Gelehrten in den Bann gezogen hat.
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Die Kontraste zwischen Hell und Dunkel und die Farbe Rot, auch mit den Fingern im Buch steckt, immer noch beim Lesen – das hat mir gut gefallen. Der Hintergrund, die Toskana. Vielleicht ist es ein Mönch, könnte ja gut sein. Der hat so dünne, schmale Lippen, irgendwie sieht er auch zufrieden aus, finde ich.
Dieses Transkript wurde KI-gestützt erstellt und anschließend redaktionell überarbeitet.
Das nächste Bild finden Sie in direkter Nähe an derselben Wand.
Kapitel 4: Variationen
Wenden Sie sich für das letzte Bild dieser Station nach links. Gehen Sie links um die Ecke.
Kapitel 5: Geschichten in Schichten
Von Hut und Haube über die Gesichtszüge bis zum Ausblick im Hintergrund: Anna Sewanian baut ihre Interpretation von Hemessens Gemälde Schicht um Schicht auf.
Sie arbeitet mit verschiedenen zeichnerischen und malerischen Techniken sowie mit Collage.
Wie werden die Gesichter bei Jan van Hemessens Werk gerahmt, wie bei Anna Sewanian? Wie wird Ihr Blick gelenkt, wo verfängt er sich?