Auf dem Rücken der Pferde
In wildem Ritt
Das Thema, dem sich zwei Künstlerinnen in dieser Station widmen, ist die Verbindung zwischen Mensch und Tier, aber auch deren Beziehung untereinander.
Marie-Jo nähert sich dem Thema zeichnerisch, Lilith Schumann in Wortbildern.
Kapitel 1: Kampf und Verbundenheit
Spannung? Kraft? Dynamik? Entschlossenheit? Was bringen diese Bronzefiguren und eine weitere im nächsten Kapitel für Sie zum Ausdruck?
Marie-Jo Seemann hat noch eine weitere Bronzeplastik in einer Skizze festgehalten. Sie ist derzeit leider nicht ausgestellt. Vergleichen Sie daher Franz Marcs Kunstwerk und Marie-Jos Skizze direkt hier im digitalen Guide.
Kapitel 2: Kreistanz
Zum Gemälde des nächsten Kapitels kommen Sie so:
Gehen Sie den schmalen Gang, durch den Sie hierher gekommen sind, zurück, bis Sie wieder hinter dem Einbau mit den Vorhängen stehen. Dann wenden Sie sich nach rechts.
Kapitel 3: Widerstand und Verbindung
Lilith Schumann hat sich zunächst begrifflich-grafisch dem Bild angenähert, bevor sie es in einer eigenen Formsprache neu interpretiert hat.
In einem Gespräch mit Brigitte Reisz (AHOI studios) erklärt Lilith Schuman, was sie an dem Gemälde fasziniert hat.
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Mich hat das Bild insofern beeindruckt, weil es eine Art Konfliktsituation ist, die aber gleichzeitig auch so was Verbindendes hat. Also eben diesen Widerspruch aus, oder diesen Kontrast von Verschmelzung und ja, diesem Kampf, Widerstand.
Das Bild zeigt einen Zustand der Verschmelzung, aber zeigt nicht, wo die herkommt und was die Gründe und Intentionen sind und ob was Negatives daraus folgt oder ob das aus was Negativem folgt und ob es in was Positives resultiert, diese Verschmelzung, oder ob sie von was Positivem kommt.
Und ich habe ja praktisch die Symbolik aufgegriffen von diesem Ring, was für mich so eben auch was Übergehendes, da gehen ja auch die Farben ineinander über. Mein Bild ist im Endeffekt auch was, was ineinander übergehen will oder miteinander agiert, ohne tatsächlich miteinander zu verschmelzen. Also so diesen Zustand davor, aber auch schon eben diesen Kreislauf beinhaltet durch diese runde Form.
Ich habe die Anlehnung an das Symbol Yin und Yang, weil es ja irgendwie für mich dieses Schicksalhafte hat, fast schon so was, auch so was Mächtiges, Göttliches. Ich meine, die Pferde haben ja fast so was Schwebendes, Fliegendes.
Also praktisch auch diese Kreissymbolik erinnert auch an Mond, also auch an so praktisch die Natur, Naturgewalten.
Es kann auch sein, dass das Bild mich unter anderem deswegen gepackt hat, weil ich selber Akrobatik mache, was sehr viel aus der Interaktion von zwei Menschen, zwei Körpern, besteht, ähm die aber halt eben gemeinsam was erschaffen und, also es ist Akrobatik im Sinne von viel Hebefiguren und da geht’s auch eben um Vertrauen und Balance miteinander, eigentlich eben nicht gegeneinander kämpfen, sondern sich aufeinander einlassen und auch sozusagen verschmelzen, so zu einem Körper zu werden, weil man nur, also dadurch halt zu etwas Größerem wird.
Und das eben, das Verschmelzen und Zu-einem-Werden und Zu-etwas-Größerem-Werden, das sehe ich in dem Bild halt eben auch.
Dieses Transkript wurde KI-gestützt erstellt und anschließend redaktionell überarbeitet.