Bauliche Zukunft der Kunsthalle

1846 wurde der erste Teil des Hauptgebäudes der Kunsthalle Karlsruhe eröffnet. Seitdem sind nicht nur die Sammlung, die Ausstellungstätigkeiten und das Team der Kunsthalle gewachsen, sondern vor allem die Anforderungen an einen zeitgemäßen Museumsbetrieb. Die Möglichkeit Wechselausstellungen in einem zusammenhängenden Raum zugänglich zumachen, den Besucher*innen einen plausiblen Sammlungsrundgang anzubieten, eine flächendeckende Klimatisierung und Barrierefreiheit sind nur einige der Punkte, die das historische Museumsgebäude nicht voll umfänglich bieten kann.

Ausgehend von diesen Notwendigkeiten wurde ein Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung der Kunsthalle ausgelobt. Das hochkarätig besetzte Preisgericht unter dem Vorsitz von Professor Matthias Sauerbruch beriet über die eingegangenen Vorschläge im März 2018 intensiv und entschied sich einstimmig für den Vorschlag des Architekturbüros Staab Architekten aus Berlin als Siegerentwurf.

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Als Sachpreisrichter unterstützten das Preisgericht unter anderem Professor Dr. Susanne Baer, Professor Dr. Bernhard Maaz und der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup. Darüber hinaus wurde das Preisgericht beraten durch Sachverständige wie Professor Peter Weibel und Professor Heinz Mohl, den Erbauer des letzten Abschnitts der Staatlichen Kunsthalle.

Das Preisgericht würdigte den sensiblen Umgang mit dem historisch wertvollen Bestand im Zusammenspiel mit der Idee eines tiefergelegten Hofes mit umlaufender Balustrade. Damit gelingt es den Planern in überzeugender Weise, die minimale Andeutung eines eigenen Baukörpers mit eigener Identität zu generieren und gleichzeitig die Besonderheit und die Eigenständigkeit der bestehenden Fassaden als Exponat im Museum hervorzuheben.

In dem zweigeteilten Wettbewerb zeigt der Realisierungsteil, wie das Hauptgebäude baulich und strukturell weiterentwickelt werden soll. Der Museumsbetrieb soll wesentlich verbessert werden. Mit dem Siegerentwurf kann nun in die konkrete Planung eingestiegen werden. Auf dieser Grundlage sollen auch belastbare Kosten ermittelt werden. Der Ideenteil beleuchtet, wie die Staatliche Kunsthalle ganzheitlich weiterentwickelt werden kann. Dabei wurde das benachbarte Amtsgerichtsareal mit einbezogen. Damit der Ideenteil umgesetzt werden kann, muss zuerst das Amtsgericht Karlsruhe umziehen. Die Optionen, das Amtsgericht adäquat neu unterzubringen, werden bereits geprüft.

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