Selbstbildnis mit Dämonen

Selbstbildnis mit Dämonen

Karl Hofer (1878)

Maße:
H 140cm B 120cm
Jahr:
1922/23
Ort:
Orangerie

Beschreibung

Hofer reagiert mit dem Selbstbildnis auf die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs, den er in Gefangenschaft verbrachte, und das Erstarken der nationalsozialistischen Bewegung, der er von Anfang an kritisch gegenüberstand.

Die paradoxe Selbstdarstellung des von Chimären bedrohten Künstlers – zugleich Auserwählter und Antiheld – wurde auch prospektiv als Vorahnung kommenden Unheils gelesen: bezogen auf Hofers eigenen Lebensweg und das Schicksal der modernen Kunst in Deutschland.

Die Rolle des Künstlers als „geistigem Seismograph“ ist heute eine verbreitete Form künstlerischer Selbstlegitimation, die hier ihren historischen Anfang hat.

Daten und Fakten

Titel: Selbstbildnis mit Dämonen
Künstler: Karl Hofer (1878)
Entstehungszeit: 1922/23
Inventarnummer: 2988
Epoche: Expressionismus
Material: Leinwand
Technik: Ölfarbe
Genre: Porträt
Gattung: Gemälde
Abteilung: Neue Malerei (nach 1800)
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