Käthe Kollwitz - Stehender Arbeiter
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Stehender Arbeiter

Käthe Kollwitz

Maße:
H 60,6 cm  B 46 cm  
Jahr:
Unbekannt
Ort:
nicht ausgestellt

Künstler*in
Käthe Kollwitz
Titel
Stehender Arbeiter
Entstehungszeit
Unbekannt
Technik
Kohle
Material
Papier elfenbeinfarben
Maße Blatt
60,6 × 46 cm
Inventarnummer
1949-21
Abteilung
Kupferstichkabinett

Kunsthalle x Jaqueline Scheiber

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Hier spricht ein Körper.

Der Körper erklärt nichts. Der Körper argumentiert nicht. Der Körper steht im leeren Raum, die Arme hängen herunter, ich erkenne sein Gesicht: Müde und verhärmt.

Ballt dieser Körper die Fäuste oder zuckt er erschöpft mit den Schultern? Schultern die tragen, was sie tragen müssen, die Last zieht den Körper nach unten. Was zeichnet sich an seinen Armen ab, welche Erfahrungen hat dieser Körper gemacht?

Die Kohle-Zeichnung von Käthe Kollwitz zeigt eine stehende Person mit hängenden Schultern. Sie wirkt erschöpft.

Käthe Kollwitz‘ „Stehender Arbeiter“ erzählt nicht primär von der schweren Arbeit an sich, der Fokus liegt darauf, was Arbeit mit einem Körper macht. Wir suchen im Bild vergebens nach einem Helden: Schnörkellos zeichnet Kollwitz Härte und Auswirkung.

Damit bündelt die Darstellung die leiseste Form politischer Sprache: Sichtbarkeit. Der Arbeiter verschwindet nicht, bekommt stattdessen durch Kollwitz‘ kräftigen Strich Leben eingehaucht und bleibt unmittelbar.

Touren zu diesem Werk

Abbildung eines Details von Degas Bildnis Madame Jeantaud
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Kunsthalle x Jaqueline Scheiber


kurzweilig
ca. 22 min
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