Bildnis Marchesa Veronica Spinola Doria

Bildnis Marchesa Veronica Spinola Doria

Peter Paul Rubens

Maße:
H 225cm B 138cm
Jahr:
1606/07
Ort:
Saal 1

Beschreibung

Am Beginn des sogenannten „Goldenen Zeitalters“ der niederländischen Malerei leisteten die Porträtkünstler mit ihrem scharfen Realitätssinn Unvergleichliches. Unter ihnen ragt Peter Paul Rubens heraus, der schon früh zu Ruhm gelangte. Im repräsentativen Bildnis der Marchesa Veronica Spinola Doria stellte er sein Können eindrucksvoll unter Beweis.

1600 reiste der 23-jährige Rubens aus Flandern nach Italien und wurde dort Hofmaler des Herzogs Vincenzo Gonzaga in Mantua. Gleichzeitig arbeitete er jedoch auch in Rom und Genua. Veronica Spinola war eine Genueser Adlige, die Rubens überlebensgroß in Ganzfigur malte. Monumental thront sie auf einem roten Sessel vor einer Mauernische. Ihre schwarze Robe ist kunstvoll und kostbar mit Gold und Silber verziert. Ein imposanter „Mühlsteinkragen“ aus feiner Spitze rahmt ihr hell erleuchtetes, jugendliches Gesicht.

Auf der Lehne des Sessels hinter ihr sitzt ein Papagei, dessen Gefieder ebenso wie der links oben ins Bild wehende Vorhang die Grundfarben der Komposition aufnimmt: Schwarz, Rot und Goldbraun. Es handelt sich um die Farben des Wappens der Familie Doria, in die Veronica Spinola einheiratete.

Das Gemälde wurde vermutlich von dem Bräutigam der Porträtierten, Gian Carlo Doria, in Auftrag gegeben. Auf den Brautstand könnte die Nelke in Veronicas Haar hindeuten – ein Symbol der Treue. Der Papagei steht für Luxus und wurde damals als Sinnbild der „süßen Gefangenschaft“ der Liebe verstanden.

Daten und Fakten

Titel: Bildnis Marchesa Veronica Spinola Doria
Künstler: Peter Paul Rubens
Entstehungszeit: 1606/07
Inventarnummer: 2505
Material: Leinwand
Technik: Ölfarbe
Genre: Porträt
Gattung: Gemälde
Abteilung: Alte Malerei (vor 1800)
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