Stilleben mit Zinnkrug und Pfirsichen

Stilleben mit Zinnkrug und Pfirsichen

Jean Siméon Chardin

Maße:
H 55cm B 46cm
Jahr:
um 1728
Ort:
Saal 7

Beschreibung

Bereits von seinen Zeitgenossen als „großer Magier“ gefeiert, zählt Jean-Baptiste Simeon Chardin bis heute als einer der überragenden französischen Maler des 18. Jahrhunderts.

Markgräfin Karoline Luise von Baden erwarb zwischen 1759 und 1761 insgesamt fünf Gemälde des Malers für ihre Sammlung, darunter zwei Bildpaare mit Tier- beziehungsweise Früchtestillleben.

Zu diesen zählt das „Stillleben mit Zinnkrug und Pfirsichen“. Es entstand in einer Zeit, als der Künstler mit der Aufnahme in die Königliche Akademie offizielle Anerkennung erfuhr. Spezialisiert auf Stillleben- und Genremalerei war er für die Wahrhaftigkeit seiner Werke und den meisterhaften Umgang mit der Farbe bekannt. Der Autor Marcel Proust rühmte 1895 in einem Essay die Werke Chardins als eine Befreiung von Konventionen und eine Aufwertung des Einfachen.

Zwei Hauptmotive beherrschen das Stillleben: eine hoch aufragende Kanne aus Zinn und eine breit gelagerte flache Schale mit rotbackigen Pfirsichen. Auf diese dicht zusammengerückten Dinge trifft helles Licht. Es lässt die Früchte farbig aufleuchten und das Zinngefäß schimmern. In dieser Atmosphäre gesättigten Darstellung, in der die Dinge von geheimnisvollem Leben erfüllt zu sein scheinen, zeigt sich Chardins Meisterschaft auf schönste Weise. Mit sicherem Pinsel sind die Farben gesetzt und Oberflächen erfasst: die Zinnkanne mit den farbigen Spiegelungen und Glanzlichtern, die pelzigen Pfirsiche, die Pflaumen mit ihrem tauartigen Belag und die gekerbten Schalen der Nüsse.

Daten und Fakten

Titel: Stilleben mit Zinnkrug und Pfirsichen
Künstler: Jean Siméon Chardin
Entstehungszeit: um 1728
Inventarnummer: 496
Epoche: Rokoko
Material: Leinwand
Technik: Ölfarbe
Genre: Stillleben
Gattung: Gemälde
Abteilung: Alte Malerei (vor 1800)
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