Marguerite Gérard - Schlafe, mein Kind

"Schlafe, mein Kind"

Marguerite Gérard

Maße:
H 55 cm  B 45 cm  
Jahr:
um 1788
Ort:
Kunsthallenpräsentation im ZKM

Künstler*in
Marguerite Gérard
Titel
"Schlafe, mein Kind"
Entstehungszeit
um 1788
Technik
Ölfarbe
Material
Leinwand
Maße Bildträger
55 × 45 cm
Maße Rahmen
68,4 × 58,2 × 6,5 cm
Inventarnummer
2691
Abteilung
Alte Malerei (vor 1800)
Genre
Genre

Kunsthalle x Jaqueline Scheiber

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Hier spricht Fürsorge.

Ein schlafendes Kind ist ein Motiv der Ruhe, aber es ist auch ein Motiv der Arbeit. Eine Frau hat gewogen, getragen, beruhigt, die Welt klein gemacht, damit Schlaf möglich wird. Gerade weil diese Tätigkeit so selbstverständlich wirkt, wird sie oft übersehen.

Marguerite Gérard malt dieses Thema um 1788 und macht damit eine Entscheidung sichtbar: Nicht das große Ereignis, sondern die intime Praxis bekommt Bildwürdigkeit.

Gemälde Marguerite Gérards mit dem Titel Schlafe, mein Kind. Es zeigt eine junge Frau Gitarre spielend und vor der Wiege eines Kindes stehend.

Hier sprechen die vergessenen Gesten, aus dessen Hingabe Persönlichkeiten entstehen, die resilient in der Welt sein können. Es ist weiblich codierte Erfahrung, die bis heute als häuslich gilt und einem natürlichen Ursprung zugeschrieben wird.

Doch hier spricht ein Appell, Zärtlichkeit nicht als Gefühl zu verharmlosen, sondern als Struktur zu verstehen: Care ist Beziehung, Verantwortung, Zeit. Damit wird das zart Gezeigte politisch. Wer Fürsorge sichtbar macht, betont ihre Gewichtung in der Gesellschaft.

Weitere digitale Angebote zu „Schlafe, mein Kind“ von Marguerite Gérard

Psychologe Can Isyapar und Autorin Jaqueline Scheiber, die nebeneinander auf einem Sofa sitzen. Im Hintergrund ist das Gemälde Leute am blauen See von August Macke zu sehen sowie der Schriftzug Kunstcouch.

Episode 22: Mutterschaft neu gedacht: Zwischen unerfülltem Kinderwunsch und Regretting Motherhood

Mutterschaft: ein intimes Thema, an dem sich die Geister scheiden. Drei Werke aus der Sammlung der Kunsthalle thematisieren die Rolle der Mutter und die körperlichen Auswirkungen einer Schwangerschaft auf anschauliche Weise. Der Psychologe Can Isyapar und die Autorin Jaqueline Scheiber sprechen anhand der Kunstwerke über diese hochaktuellen Diskurse.

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Touren zu diesem Werk

Abbildung eines Details von Degas Bildnis Madame Jeantaud
Community-Tour

Kunsthalle x Jaqueline Scheiber


kurzweilig
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