Georg Dionysius Ehret: Papaya

Koloniale Expeditionen und Forschungsreisen bildeten im 18. Jahrhundert die Grundlage für die Beschäftigung europäischer Botaniker*innen und Künstler*innen mit exotischen Pflanzen. Ehret gehörte, dank des Detailreichtums und der Genauigkeit seiner botanischen Darstellungen, zu den bedeutendsten Urheber*innen wissenschaftlicher Pflanzendarstellungen seiner Zeit.

Aquarell eines Papayabaums mit der Frucht des gelernten Gärtners und Künstlers Georg Dionysius Ehret

Die Abbildung der Papaya-Pflanze ist nicht präzise von der Natur übernommen: Der Künstler kombiniert in einer Pflanze männliche und weibliche Bestandteile. Die langen Triebe sind charakteristisch für die männliche Papaya, während die weibliche die Früchte trägt.

Nach seiner Tätigkeit als Gärtnergeselle in den Karlsruher Gartenanlagen Karl Wilhelms von Baden-Durlach siedelte Ehret nach England über. In dieses Land der Gartenkultur reiste später auch der Karlsruher Architekt Heinrich Hübsch, um sich Wissen über den Bau von hochentwickelten Gewächshäusern für den Botanischen Garten und die Orangerie in der Nachbarschaft der Karlsruher Kunsthalle anzueignen.

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