Karl Wilhelm de Hamilton: Feuerrote Papageientulpe

Noch wenige Monate vor dem Börsencrash herrschte reges Treiben auf den Straßen Amsterdams, vor allem in der Nähe des Hafens. Große Schiffe aus Persien brachten die begehrten und wertvollen Tulpenzwiebeln. Sie waren die teuersten Pflanzen dieser Zeit – bis es Ende des Jahres 1637 zum ersten Börsencrash der Geschichte kam.

Nachdem die starke Nachfrage eine entsprechende Preissteigerung ausgelöst hatte, verloren die Blumenzwiebeln schlagartig an Wert. Grund dafür und in der Folge für den Börsencrash war unter anderem der Handel mit immateriellen Tulpenzwiebeln. Das heißt, es wurde mit Zwiebeln gehandelt, die zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht vorhanden waren und erst für die Zukunft erwartet wurden.

Ölzeichnung einer Papageien-Tulpe auf dunklem Hintergrund

In der Ausstellung Inventing Nature ist die Ölskizze einer Papageientulpe von Karl Wilhelm de Hamilton zu sehen. Daneben sind weitere seiner Pflanzenstudien, wie auch ein Werk von Franz de Hamilton, mit dem er väterlicherseits verwandt war, ausgestellt.

Die Karlsruher Sammlung der Pflanzenstudien Karl Wilhelm de Hamiltons umfasst 163 Einzelwerke, von denen lediglich eine kleine Auswahl ausgestellt ist. Solche Studien dienten auch als Vorlagen für größere Werke, wie beispielweise Franz de Hamiltons Distel am Waldrand.

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