Gabi Streile: Artischocke

Artischocken sind wirklich sehr beeindruckende Gewächse! Der griechischen Sage nach verliebte sich der Gott Zeus in die schöne Nymphe Cynara, die ihn jedoch abwies. Daraufhin verwandelte sie der wütende Zeus in die stachlige Artischocke.

Abbildung des Gemäldes Artischocken von Gabi Streile aus dem Jahr 2000.

Essbar ist die Blütenknospe. Die Artischocke wird meist gekocht. So lösen sich nämlich die sogenannten Hüllblätter an der Knospe leicht ab. Man tunkt sie in eine Sauce und zieht das wenige Fleisch auf ihrer unteren Seite mit den Zähnen ab. Der Boden, der nun blattlos ist, schmeckt auch sehr fein. Beliebt ist die Artischocke wegen ihres milden, nussigen Geschmacks.

Die Malerin Gabi Streile hat sich ganz auf die Blütenknospen konzentriert. Mit entschiedenen Pinselstrichen in Grau, Weiß, Schwarz und zahlreichen Zwischentönen hat sie die „Köpfe“ regelrecht in Szene gesetzt. Sie strahlen vor allem durch die orangefarbene Untermalung eine ungeheure Energie aus. Die Künstlerin hat das Gemüse nicht originalgetreu wiedergegeben, sondern nimmt diese üppige Artischocke als Anregung für ihre kraftvolle Malerei.

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