Ausstellungsvorschau

Jean-Étienne Liotard, Prinzessin Karoline Luise von Hessen-Darmstadt, 1745, © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Jean-Étienne Liotard, Prinzessin Karoline Luise von Hessen-Darmstadt, 1745, © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Die Meister-Sammlerin
Karoline Luise von Baden

30. Mai 2015 – 6. September 2015

Es war eine Frau, die den wichtigsten Akzent in der Sammlungsgeschichte der badischen Markgrafen setzte: Karoline Luise von Baden (1723-1783).
Dieser passionierten Kunstsammlerin widmet die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe eine Große Landesausstellung, die vom 30. Mai bis 6. September 2015 zu sehen ist und die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Geburtstag der Stadt Karlsruhe begleitet. 
Im Zentrum der Schau steht die Präsentation ihres einst über 200 Gemälde umfassenden Mahlerey-Cabinets, das zum größten Teil in der Kunsthalle erhalten ist. Es handelt sich um eine Sammlung niederländischer Meisterwerke des 17. Jahrhunderts sowie bedeutender französischer Gemälde des 18. Jahrhunderts, darunter Werke von Rembrandt Harmensz. van Rijn, David Teniers und Jean Siméon Chardin. mehr

11 x Karoline Luise

JUNGE KUNSTHALLE
30. Mai – 6. September 2015  

Was verrät uns eine Spindelschnecke über Karoline Luise von Baden? Was hat die Rezeptur von „Schafsläusen in ausgesteinten Kirschen“ mit der Markgräfin zu tun? Was waren die Felder, in denen sich die „Vielwisserin und Vielfragerin von Baden“, so der aufgeklärte Philosoph Johann Caspar Lavater, betätigte? 11 unterschiedliche Dinge erzählen von den Interessen und den Leidenschaften dieser außergewöhnlichen Persönlichkeit.

Von der Wissbegierde Karoline Luises angesteckt, können die jungen Besucher auf Entdeckungsreise gehen und selbst die vielen Tätigkeitsfelder der Markgräfin mit detektivischem Spürsinn erforschen. mehr

Bethan Huws, Forest 2008-09, Photo: Charles Duprat, Paris; copyrights Bethan Huws & VG Bild-Kunst Bonn, 2015
Bethan Huws, Forest 2008-09, Photo: Charles Duprat, Paris; copyrights Bethan Huws & VG Bild-Kunst Bonn, 2015

Bethan Huws

Forest

ORANGERIE
3. Oktober – 17. Januar 2016

Im Mittelpunkt der Ausstellung der Künstlerin Bethan Huws (geb. 1961 in Wales) steht die Arbeit The Forest aus dem Jahr 2008-09. Sie besteht aus 88 Flaschentrocknern, wie sie früher in fast jedem französischen Haushalt zu finden waren. Aus der dichten Formation dieses ‚Waldes’ von Alltagsobjekten leuchtet ein aus Neonröhren geformter Flaschentrockner hervor. The Forest ist eine ebenso attraktive wie verwunschene Skulptur, die in den Raum ausgreift und Rätsel aufgibt. Die Wahl des Flaschentrockners als Ausgangspunkt ist untrennbar verbunden mit einem der großen Revolutionäre der Kunst des 20. Jahrhunderts – mit Marcel Duchamp (1887-1968). 

Die Ausstellung findet in der Orangerie statt, in der Bethan Huws parallel zu der Ausstellung ihrer eigenen Arbeiten eine von ihr getroffene Auswahl aus den Beständen der Malerei des 20. Jahrhunderts präsentieren wird.

Anselm Feuerbach, Jugendliches Selbstbildnis, 1852/53 © SKK
Anselm Feuerbach, Jugendliches Selbstbildnis, 1852/53 © SKK

Ich bin hier

Von Rembrandt zum Selfie

31. Oktober 2015 – 30. Januar 2016

Das Selbstporträt ist eine genuin europäische Gattung der Bildenden Kunst. Es entspringt  dem fundamentalen Bedürfnis des neuzeitlichen Individuums, sich zu erforschen und neu zu entwerfen, um damit die Frage nach der eigenen Existenz  in künstlerischen Objektivationen immer wieder neu zu verhandeln. Die mediale Besonderheit des Selbstbildnisses liegt darin, dass der Künstler nicht nur Schöpfer der Darstellung ist, sondern sich darin immer auch selbst zum Thema macht.
Selbstporträts aus fünf Jahrhunderten stehen im Mittelpunkt des trinationalen Projektes, zu dem sich das Musée des Beaux-Arts in Lyon, die Scottish National Galleries in Edinburgh und die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe zusammengefunden haben. Die Ausstellung zeigt circa 100 Werke in unterschiedlichen künstlerischen Medien und Techniken; sie umfasst Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien und Video-Kunst.  

Selfie mit Anselm-Feuerbach-Bild aus der Kunsthalle
Selfie mit Anselm-Feuerbach-Bild aus der Kunsthalle

Selfies

Begleitausstellung zu Ich bin hier

JUNGE KUNSTHALLE
31. Oktober 2015 – 30. Januar 2016

Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung haben im Leben von Kindern und vor allem von Heranwachsenden große Bedeutung. Wie sehen sich unsere jungen Besucher und wie stellen sie sich dar? Welche Rolle spielen dabei Alter, Geschlecht, Herkunft und Mode? Welchen Einfluss haben die sozialen Netzwerke auf die Formung des Selbst?  

Begleitend zur Präsentation der künstlerischen Selbstporträts aus fünf Jahrhunderten, die im Hauptgebäude gezeigt wird, regt die Ausstellung in der Jungen Kunsthalle zum Nachdenken über die heutigen Kommunikationsformen des Selbst in den digitalen Medien an. Sie macht differenzierte Wahrnehmungs- und Handlungsangebote und unterstützt in einem kreativ-phantasievollen Umgang mit unterschiedlichen ästhetischen Ausdrucksformen die identitätsbildende Entwicklung der Jugendlichen. 

 
© 2015 Staatliche Kunsthalle Karlsruhe