Dr. Astrid Reuter, 18. Februar 2022

Künstlerinnen der Kunsthallen-Sammlung – meine persönliche Top 10 + 1

Heute sind Frauen aus dem Kunstbetrieb nicht wegzudenken. Doch auf wessen Schultern stehen sie?

Schaut man in die Sammlung der Karlsruher Kunsthalle, so erscheint die Zahl der Künstlerinnen im Vergleich zu den zahlreichen männlichen Namen bescheiden. Aber es gibt sie durchaus und es werden mehr. Erst kürzlich gelang die Erwerbung eines Selbstbildnisses der französischen Künstlerin Marie Guilhelmine Benoist (1768–1826), in dem sich biographischer und gesellschaftspolitischer Wandel in unerwarteter Weise verbinden.

Der bildlich thematisierte Atelierwechsel der jungen Künstlerin – von Elisabeth Vigée-Lebruns als Vertreterin des Ancien Régîme zu Jacques-Louis David, dem zukünftigen Maler Napoleons – wird zum Zeichen für den Umbruch vom Rokoko zum Klassizismus.

Die hier vorgestellte Auswahl von zehn Frauen ist nicht repräsentativ. Sie spiegelt persönliche Entdeckungen, Interessen und Vorlieben.

Von der Schönheit der Welt: Clara Peeters

(Antwerpen um 1588/90 – nach 1821 Antwerpen)

Prachtvolle Gegenstände, kulinarische Köstlichkeiten und exotische Raritäten – die Stillleben der flämischen Malerin Clara Peeters verstehen, den Blick zu fesseln. Es ist die Freude an ausgesuchten Details, die aus der Betrachtung ein Erlebnis werden lässt. Die Natur und die Dinge wetteifern ungeachtet ihrer Vergänglichkeit um die Aufmerksamkeit. Allein die Kunst sichert die Langlebigkeit. Sie triumphiert und mit ihr die Malerin, die sich in den kugelförmigen Buckeln des Pokals vielfach spiegelt. Clara Peeters, die Anfang des 17. Jahrhunderts in der prosperierenden Stadt Antwerpen arbeitete, gehört zu den frühen Stilllebenmalerinnen.

Abbildung des Gemäldes Stilleben mit Blumen und Goldpokalen von Clara Peeters

Bildnisse, so zart wie Puder: Rosalba Carriera

(Venedig 1675 – 1757 Venedig)

Das Pastell galt lange Zeit als weibliche Technik und wird verschiedentlich auch heute noch als eine solche bezeichnet. Zu denjenigen, die der subtilen Kunst zu einer Blüte verhalfen, gehörte die Venezianerin Rosalba Carriera. Während ihres Parisaufenthaltes 1721 leitete sie dort eine regelrechte „Pastellmode“ ein. Vor allem Bildnisse wurden in Pastell ausgeführt, da die samtige Oberfläche der Beschaffenheit der Haut besonders nahekommt. Die fragile Technik barg jedoch auch Gefahren. Unachtsame Berührungen oder Erschütterungen konnten die Kreideoberflächen nachhaltig beschädigen. Neben der obligatorischen Verglasung beschäftigte man sich daher im 18. Jahrhundert intensiv mit der Frage eines festigenden Überzugs, dem sogenannten Firnis. Rosalba Carriera gab ihren Werken zum Schutz auf Reisen Gebete mit auf den Weg – und noch heute verlassen die kostbaren und empfindlichen Werke der Künstlerin nur selten ihre angestammten Plätze.

Abbildung des Gemäldes Rosalba Carriera

Künstlerin und Kennerin: Karoline Luise von Baden

(Darmstadt 1723 – 1783 Paris)

Heute vor allem als kritisch abwägende und international vernetzte Kunstsammlerin bekannt, die mit ihren Erwerbungen einen entscheidenden Grundstock der Karlsruher Sammlung legte, überrascht die Markgräfin mit eigenen Zeichnungen und hervorragend ausgeführten Kopien. Sie beherrschte sowohl die Pastell- als auch die Ölmalerei und erlernte zudem druckgrafische Techniken. Zu ihren Lehrern gehörte der Genfer Pastellmaler Jean-Étienne Liotard, der ein Porträt der jungen Prinzessin an der Staffelei anfertigte, das in der Kunsthalle zu sehen ist. Seine begabte Schülerin erwies sich als ausgesprochen lernwillig: Ihre Unterrichtsnotizen haben sich im Generallandesarchiv in Karlsruhe erhalten. Praktische Kenntnisse und die für ihre Erwerbungen nötige künstlerische Urteilskraft waren für Karoline Luise untrennbar miteinander verbunden.

Gemälde der Prinzessin Karoline Luise von Hessen-Darmstadt von Jean Etienne Liotard

International erfolgreich: Angelika Kauffmann

(Chur 1741 – 1807 Rom)

In Chur geboren, bei ihrem Vater ausgebildet, früh nach Italien gereist, Gründungsmitglied der Royal Academy in London und höchst erfolgreich in Rom. Angelika Kauffmann zählt zweifellos zu den namhaften deutschen Künstlerinnen. „Miss Angel“ genannt, ging sie als „weiblicher Raffael“ in die Kunstgeschichte ein, war mit Joshua Reynolds, einem der wichtigsten englischen Maler des 18. Jahrhunderts, gut bekannt und stand in engem Austausch mit Johann Wolfgang Goethe. „The whole world is angelicamad“ – Die enorme Popularität ihrer Werke spiegelt sich in den Porzellanen, die mit ihren Kompositionen verziert wurden, und der großen Zahl an Reproduktionsstichen, die bereits zu Lebzeiten ihre Werke verbreiteten. Die Kunsthalle besitzt 95 dieser Grafiken, einige von ihnen kamen bereits im 18. Jahrhundert in die Sammlung. Damals stand kurzzeitig der Vorschlag im Raum, die Künstlerin zur Gründung einer Kunstakademie nach Karlsruhe zu holen.

Fragen der Autorschaft: Marguerite Gérard

(Grasse 1761 – 1837 Paris)

Im Jahr 1979 erwarb die Kunsthalle ein Werk von Marguerite Gérard: Schlaf Kindlein, schlaf. Das feinmalerisch ausgeführte Gemälde bezeugt die enge Orientierung der Künstlerin an der niederländischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts. Im südfranzösischen Grasse geboren, zog sie nach der Heirat ihrer Schwester – einer ausgebildeten Miniaturmalerin – mit dem Künstler Jean-Honoré Fragonard nach Paris und lebte dort im Haushalt des Paares. Die räumliche Nähe und gewisse Parallelen in ihrem Schaffen zu Fragonard führten zu Unsicherheiten bei der Zuschreibung ihrer Werke: War Fragonard an ihrer Entstehung maßgeblich beteiligt? Diese Frage wurde auch im Hinblick auf das Karlsruher Bild gestellt, ein zeitgenössischer Reproduktionsstich gibt jedoch die Künstlerin als alleinige Autorin an.

Abbildung des Gemäldes "Schlafe, mein Kind" von Marguerite Gérard

Offiziell immatrikuliert: Marie Ellenrieder

(Konstanz 1791 – 1863 Konstanz)

In der Stephanskirche in Karlsruhe ist ein großformatiges Altargemälde von der Hand Marie Ellenrieders zu bewundern und auch die Kunsthalle bewahrt mehrere Gemälde und Zeichnungen der Künstlerin. Die meisten von ihnen kamen als sogenannte Pflichtbilder in die Sammlung, zu deren Abgabe Marie Ellenrieder als besoldete Hofmalerin aufgerufen war. Die Künstlerin führte ein für ihre Zeit ungewöhnliches Leben: Sie war im Jahr 1813 als erste Studentin in der offiziellen Immatrikulationsliste der Münchner Kunstakademie gelistet, reiste zwei Mal für viele Monate nach Italien und führte zahlreiche repräsentative Werke mit religiösen Inhalten aus.

Abbildung des Selbstbildnisses von Marie Ellenrieder

Künstlerin und Künstlerfrau: Alice Trübner

(Bradford 1875 – 1916 Berlin)

„Jedenfalls gehört Alice Trübner zu den in der Tat interessantesten deutschen Malerinnen.“ schrieb der Kunstkritiker Hans Rosenhagen 1905 in einer Ausstellungsrezension. Die zu dieser Zeit dreißigjährige Künstlerin hatte in München unter anderem bei Max Slevogt und in Frankfurt bei Wilhelm Trübner studiert, den sie im Jahr 1900 heiratete. Nur drei Jahre später zog sie mit ihrem Mann nach Karlsruhe, wo dieser eine Professur an der Kunstakademie erhielt. Alice Trübner trat als selbstbestimmte Frau hervor und ging auch in ihrer Kunst eigene Wege. Die befreundete Else Lasker-Schüler widmete ihr ein Porträtgedicht, in dem es heißt:

„Sie thronte einen Himmel hoch
Über die Freunde.

O sie war eine Sternin –
Schimmer streute sie von sich.

Eine Herzogin war sie
Und krönte den armseligsten Gast.

Manchmal aber kam sie vom West:
Ein Wetter in Blitzfarben“

Abbildung des Gemäldes Schloss Hemsbach bei Weinheim von Alice Trübner

Inspiration Paris: Paula Modersohn-Becker

(Dresden 1876 – 1907 Worpswede)

Paris ist bis heute ein Sehnsuchtsort und war schon in früheren Zeiten für zahlreiche Künstler und Künstlerinnen ein vielversprechendes Ziel. Paula Modersohn-Becker verbrachte dort ihre fruchtbarste künstlerische Zeit. Die Intensität, mit der sie die Stadt erlebte und die Kunst geradezu in sich aufsaugte, spiegelt sich in ihren Tagebucheinträgen. Während die Antike sie in ihrer „eisigen Objektivität“ erdrückte, wurde der Louvre ihr „A und O“, in dem sie oft „nach Herzenslust badete“. Zu den großen Pariser Entdeckungen gehörte für Paula Modersohn-Becker die Kunst Paul Cézannes, dessen Einfluss sich auch in dem kleinen Karlsruher Stillleben zeigt.

Abbildung von Paula Modersohn-Beckers Obst- und Gemüsestillleben

Künstlerin und Museumsfrau: Hilla von Rebay

(Straßburg 1890 – 1967 Westport/Connecticut)

Die Kunsthalle besitzt ein Gemälde von Hilla von Rebay, das 1951 als Schenkung der Künstlerin in die Sammlung kam. Rebay, Cousine des damaligen Direktors Kurt Martin, war 1927 in die USA übergesiedelt und wirkte maßgeblich am Aufbau der Sammlung und der Einrichtung des Guggenheim Museums in New York mit. Ihr Interesse galt der gegenstandslosen Malerei von Künstlern wie Wassily Kandinsky, dessen Werke einen prominenten Platz im 1959 eingeweihten Museum einnahmen. Während der Planungen des bis heute ikonischen Gebäudes stand Hilla Rebay in engem Austausch mit dem Architekten Frank Lloyd Wright.

Mit Papier und Schere: Hannah Höch

(Gotha 1889 – 1978 Berlin)

Papier, Schere und Klebstoff – mehr brauchte es für die Künstlerin nicht, um Realität und Fiktion zu neuen Welten zu verbinden. Hannah Höch ist eine Meisterin der Collage. Sie verzahnt banale Nebensächlichkeiten so miteinander, dass der Boden des Vertrauten zu schwanken beginnt. Ihre Werke sind humorvoll, ironisch und grotesk, nachdenklich und manches Mal auch bitter. Sie war eng mit dem Dadaisten Kurt Schwitters befreundet und über Jahre hinweg (bis zu einer schmerzhaften Trennung) mit dem Berliner Künstler Raoul Hausmann liiert.

Ihre Karlsruher Collage ist nach dem Kanon Was müssen das für Bäume sein… benannt und Schwitters gewidmet.

Sarah Ball, 30. Januar 2022

Kunsthallen-DIY: Upcycling-Briefumschlag aus Kunsthallen-Flyern

In Zeiten von Social Media, Messengern und Co. ist die Freude umso größer, wenn uns ein persönlicher Brief in einem ganz individuellen, kunstvollen Briefumschlag erreicht. Das Kunsthallen-DIY inspiriert zu einem kreativen Upcycling-Projekt, um Familienmitglieder oder Freund*innen zu überraschen.

Was macht ein Museum eigentlich mit Flyern, wenn die jeweiligen Ausstellungen vorbei sind? Mit diesem Kunsthallen-Tutorial geben wir den Flyern ein zweites Leben und allen Nachbastler*innen die Möglichkeit, in Erinnerungen an die Lieblingsausstellungen zu schwelgen.

Gerne können Flyer vergangener Ausstellungen wochentags zwischen 10 und 17 Uhr an der Pforte in der Kunsthalle abgeholt werden. Falls dieser Zeitraum zum Abholen nicht realisierbar ist, bitten wir um eine Mail an digital@kunsthalle-karlsruhe.de.

Das Foto zeigt zwei Umschläge, die aus Kunsthallen-Flyern gebastelt wurden

Was benötigt wird:

Kunsthallen-Flyer oder alternativ eine Seite der Lieblingszeitschrift, ein Lineal, ein Stift und eine Schere.

Das Bild zeigt die benötigten Materialien, um einen Briefumschlag aus einem Kunsthallen-Flyer zu basteln: Flyer, Stift, Schere und Lineal.

Im ersten Schritt einen geeigneten Ausschnitt des Flyers wählen und ihn auf die Maße eines DIN-A4-Blattes zuschneiden. Das geht entweder indem die Maße 297x210mm ausgemessen werden oder mithilfe eines DIN-A4-Blattes als Schablone.

Das Foto zeigt einen Flyer, ein Lineal und eine Schere

Nun wird die spätere Außenansicht gewählt. Die Seite, die zu sehen ist, wenn der Flyer vor einem liegt, wird später die Innenseite des Briefumschlags sein.

Das Bild zeigt die Vorder- und Rückansicht eines Kunsthallen-Flyers.

Den Zuschnitt einmal längs und einmal quer falten und wieder auseinanderklappen.

Das Foto zeigt einen Kunsthallen-Flyer, der zur Bastelvorbereitung bereits geknickt wurde.

Die untere Längsseite zu einem Viertel einklappen.

Das Bild zeigt einen gefalteten Kunsthallen-Flyer

Rechts und links die Ecken bündig einklappen.

Das Foto zeigt einen geknickten Kunsthallen-Flyer

Die Seiten mit den eingeklappten Ecken nach innen falten.

Das Bild zeigt einen Schritt der Bastelanleitung für Kunsthallen-Briefumschläge

Anschließend die gerade eingeklappten Seiten nochmals nach innen falten und wieder auseinanderklappen.

Das Foto ist Teil einer Bastelanleitung und zeigt einen gefalteten Flyer

Wenn die Seiten aufgeklappt sind, dann die Ecken bündig falten.

Das Bild zeigt einen gefalteten Kunsthallen-Flyer im Rahmen einer Bastelanleitung

Daraufhin den vorletzten Schritt wiederholen und die Seiten mit den eingeknickten Ecken erneut nach innen falten.

Gefalteter Kunsthallen-Flyer

Den Flyer drehen und die oberen Seiten bis zum mittleren Falz einklappen.

Anleitung zum Basteln eines Briefumschlags aus Kunsthallen-Flyern

Den oberen Teil des Flyers in den unteren Teil stecken, knicken und einen Brief reinstecken.

Das Foto zeigt einen gebastelten Briefumschlag aus Kunsthallen-Flyern

Wir sind gespannt auf Eure Briefumschlag-Kreationen! Teilt Eure Ergebnisse mit dem Hashtag #kunsthalleathome in den sozialen Medien.

Dr. Astrid Reuter, 18. Februar 2022

Künstlerinnen der Kunsthallen-Sammlung – meine persönliche Top 10 + 1

Heute sind Frauen aus dem Kunstbetrieb nicht wegzudenken. Doch auf wessen Schultern stehen sie?

Schaut man in die Sammlung der Karlsruher Kunsthalle, so erscheint die Zahl der Künstlerinnen im Vergleich zu den zahlreichen männlichen Namen bescheiden. Aber es gibt sie durchaus und es werden mehr. Erst kürzlich gelang die Erwerbung eines Selbstbildnisses der französischen Künstlerin Marie Guilhelmine Benoist (1768–1826), in dem sich biographischer und gesellschaftspolitischer Wandel in unerwarteter Weise verbinden.

Der bildlich thematisierte Atelierwechsel der jungen Künstlerin – von Elisabeth Vigée-Lebruns als Vertreterin des Ancien Régîme zu Jacques-Louis David, dem zukünftigen Maler Napoleons – wird zum Zeichen für den Umbruch vom Rokoko zum Klassizismus.

Die hier vorgestellte Auswahl von zehn Frauen ist nicht repräsentativ. Sie spiegelt persönliche Entdeckungen, Interessen und Vorlieben.

Zwei Personen im Gespräch vor einem Gemälde in einem prunkvollen goldenen Rahmen
Das vorerst letzte analoge Feuerwerk: Die Abschiedswoche.

Auch hinter den Kulissen der Kunsthalle ist darüber hinaus wahnsinnig viel passiert: neue Kolleg*innen sind ins Haus gekommen, wir konnten unsere Sammlung durch zahlreiche Werke erweitern und wir haben intensiv an neuen digitalen Angeboten gearbeitet, die im kommenden Jahr online gehen werden.

Auch ich persönlich habe 2021 eine Menge lernen dürfen. An erster Stelle sind die Pandemie und die damit verbundenen Unsicherheiten und Herausforderungen zu nennen. Ich denke hier nicht nur an die vielen Maßnahmen, die für einen reibungslosen und für alle Besucher*innen und Kolleg*innen gut organisierten Alltag im Museum geplant und umgesetzt werden müssen, sondern auch, was es bedeutet, in diesen Zeiten einen Museumsumzug vorzubereiten und dabei erleben zu müssen, wie der derzeit allgemein vorherrschende Material- und Ressourcenmangel alle Planungen über den Haufen wirft. Wir haben uns als Team weiterentwickelt: Es wird mobil gearbeitet, was wiederum die Notwendigkeit einer gut organisierten und funktionierenden internen Kommunikation noch einmal unterstreicht. Dies gilt vor allem mit Blick auf die vielen Veränderungen, vor denen die Kunsthalle steht; nicht alle können mit den damit verbundenen Herausforderungen und Unsicherheiten gleich gut umgehen. Es knirscht gelegentlich und Emotionen können hochkochen. Das ist allzu menschlich, aber mir ist in den zurückliegenden Monaten klargeworden, dass die Veränderungsprozesse gut begleitet und moderiert werden müssen.

Ein schrecklicher Anlass – die Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – führte dazu, dass ich mich mit Fragen des Hochwasserschutzes am Interimsgebäude beschäftigen musste. Die Katastrophe hat auch die Solidarität, die zwischen Museen besteht, gezeigt. Ich bin dankbar, dass wir hier als Kunsthalle einen ganz kleinen Beitrag leisten konnten.

Das Ende des Jahres ist auch ein guter Zeitpunkt zum Innehalten und zum Dank – an unsere Besucher*innen, Partner*innen und Förder*innen, an das Land Baden-Württemberg und selbstverständlich an das gesamte Team der Kunsthalle. Das kommende Jahr wird herausfordernd und noch mehr Veränderungen bringen – gemeinsam werden wir das meistern und freuen uns schon sehr darauf Sie und Euch alle digital mitzunehmen! Wie ist Ihr und Euer Resümee des Kultur-Jahres 2021?

Dr. Astrid Reuter, 18. Februar 2022

Künstlerinnen der Kunsthallen-Sammlung – meine persönliche Top 10 + 1

Heute sind Frauen aus dem Kunstbetrieb nicht wegzudenken. Doch auf wessen Schultern stehen sie?

Schaut man in die Sammlung der Karlsruher Kunsthalle, so erscheint die Zahl der Künstlerinnen im Vergleich zu den zahlreichen männlichen Namen bescheiden. Aber es gibt sie durchaus und es werden mehr. Erst kürzlich gelang die Erwerbung eines Selbstbildnisses der französischen Künstlerin Marie Guilhelmine Benoist (1768–1826), in dem sich biographischer und gesellschaftspolitischer Wandel in unerwarteter Weise verbinden.

Der bildlich thematisierte Atelierwechsel der jungen Künstlerin – von Elisabeth Vigée-Lebruns als Vertreterin des Ancien Régîme zu Jacques-Louis David, dem zukünftigen Maler Napoleons – wird zum Zeichen für den Umbruch vom Rokoko zum Klassizismus.

Die hier vorgestellte Auswahl von zehn Frauen ist nicht repräsentativ. Sie spiegelt persönliche Entdeckungen, Interessen und Vorlieben.

Dr. Astrid Reuter, 18. Februar 2022

Künstlerinnen der Kunsthallen-Sammlung – meine persönliche Top 10 + 1

Heute sind Frauen aus dem Kunstbetrieb nicht wegzudenken. Doch auf wessen Schultern stehen sie?

Schaut man in die Sammlung der Karlsruher Kunsthalle, so erscheint die Zahl der Künstlerinnen im Vergleich zu den zahlreichen männlichen Namen bescheiden. Aber es gibt sie durchaus und es werden mehr. Erst kürzlich gelang die Erwerbung eines Selbstbildnisses der französischen Künstlerin Marie Guilhelmine Benoist (1768–1826), in dem sich biographischer und gesellschaftspolitischer Wandel in unerwarteter Weise verbinden.

Der bildlich thematisierte Atelierwechsel der jungen Künstlerin – von Elisabeth Vigée-Lebruns als Vertreterin des Ancien Régîme zu Jacques-Louis David, dem zukünftigen Maler Napoleons – wird zum Zeichen für den Umbruch vom Rokoko zum Klassizismus.

Die hier vorgestellte Auswahl von zehn Frauen ist nicht repräsentativ. Sie spiegelt persönliche Entdeckungen, Interessen und Vorlieben.

Videostill mit Einblicken aus der Arbeit der Kunstvermittlung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe
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Dieses Video entstand 2019.

Denn diese Zukunft beginnt nicht erst, wenn sich der Vorhang wieder an anderer Stelle hebt, im ZKM, in der Jungen Kunsthalle, in der Orangerie – und in einigen Jahren natürlich auch wieder in den ehrwürdigen Räumlichkeiten des Hauptgebäudes. Sie beginnt hier und jetzt. Sie ist schon in vollem Gange. Sie entwickelt sich Tag für Tag aus dem, was man über viele Jahre und noch einmal in diesen intensiven Wochen wahrnehmen konnte an Gewohnheiten, Zugangsarten, Bedürfnissen. Die Besuchsströme der Abschiedswoche haben unter Beweis gestellt, wie notwendig bauliche Veränderungen sind. Nicht zuletzt die Pandemie hat gezeigt, welche Rolle klimatische, energetische, lüftungstechnische Voraussetzungen des Museumsbaus spielen. Diese Ereignisse verdeutlichen aber auch, welche Potenziale die unterschiedlichsten Vermittlungsarten haben, analoge wie digitale.

Für die Kunstvermittlung bieten die Beobachtungen und Erfahrungen Orientierungshilfen bei Fragen, die täglich die Arbeit begleiten, aber in einer Umbruchphase wie der in der Kunsthalle anstehenden noch drängender sind: Was hat sich über lange Zeit bewährt und muss fortgeführt werden? Welche Angebote werden schon jetzt schmerzlich vermisst? Wie können wir sie ersetzen, erweitern? Wo und wie können wir auf veränderte und sich weiter verändernde Wahrnehmung und Nachfrage bei welchen Besucherinnen und Besuchern reagieren? Wo müssen Stellschrauben im Angebot justiert, wo können zusätzliche Formate geschaffen werden? Welche Möglichkeiten, für unser Publikum da zu sein, gibt es in einer Zeit, in der ein komplettes Haus mit allen Mitarbeitenden, Kunstwerken und der gesamten Infrastruktur umzieht?

Ja, viele Fragen sind offen, der Vorhang ist zu. Aber hinter dem Vorhang tut sich etwas. Es wird ausgeräumt, gepackt, sortiert, es werden Materialien und Gedanken geordnet. Denn all die Herausforderungen bieten auch enorme Chancen: Dinge anzupacken, auszuprobieren, mutig und risikofreudig zu sein. Und selbst genauso neugierig wie unser Publikum.

Denn wie aufregend im positiven Sinn ist es, über unser zukünftiges Haus nachzudenken, das dann mehr denn je in verschiedenen Orten bestehen wird. Orte, die völlig unterschiedliche Rahmenbedingungen besitzen, die zur konstruktiven Auseinandersetzung über Vermittlungsformate anregen: Das brodelnde, architektonisch, akustisch und visuell so gänzlich anders als unsere gewohnten Räume funktionierende ZKM; die Orangerie mit ihrer ganz eigenen Raumwirkung und eigenen Möglichkeiten der Begegnung; die Junge Kunsthalle mit ihren Ausstellungs- und vor allem den Werkräumen, in denen Kunst auch produktiv erfahren wird. Und bis sich Türen wieder physisch öffnen, gilt es, intensiv an alternativen Kontaktmöglichkeiten für Kunst und Menschen zu arbeiten: in virtuellen Räumen und an anderen Orten als den altbekannten.

Wir freuen uns auf die kommenden Begegnungen. Die der alten Freunde, die sich lange nicht gesehen haben: Besucherinnen und Besucher und „ihre“ Werke. Die mit den „Neuen“ der Abschiedswoche, die ihren Fuß hoffentlich auch in die zukünftigen Gebäude setzen. Wir freuen uns auf die Neugier aller Besucherinnen und Besucher im digitalen und analogen Raum. Wir freuen uns auf viele Gespräche, gemeinsames Erkunden, Fragen, Wünsche, Reaktionen.

Der Vorhang wird schon zurechtgerückt, um sich für den nächsten Akt zu lüften!

Sarah Ball, 30. Januar 2022

Kunsthallen-DIY: Upcycling-Briefumschlag aus Kunsthallen-Flyern

In Zeiten von Social Media, Messengern und Co. ist die Freude umso größer, wenn uns ein persönlicher Brief in einem ganz individuellen, kunstvollen Briefumschlag erreicht. Das Kunsthallen-DIY inspiriert zu einem kreativen Upcycling-Projekt, um Familienmitglieder oder Freund*innen zu überraschen.

Was macht ein Museum eigentlich mit Flyern, wenn die jeweiligen Ausstellungen vorbei sind? Mit diesem Kunsthallen-Tutorial geben wir den Flyern ein zweites Leben und allen Nachbastler*innen die Möglichkeit, in Erinnerungen an die Lieblingsausstellungen zu schwelgen.

Gerne können Flyer vergangener Ausstellungen wochentags zwischen 10 und 17 Uhr an der Pforte in der Kunsthalle abgeholt werden. Falls dieser Zeitraum zum Abholen nicht realisierbar ist, bitten wir um eine Mail an digital@kunsthalle-karlsruhe.de.

Das Foto zeigt einen Flyer, ein Lineal und eine Schere

Was benötigt wird:

Kunsthallen-Flyer oder alternativ eine Seite der Lieblingszeitschrift, ein Lineal, ein Stift und eine Schere.

Im ersten Schritt einen geeigneten Ausschnitt des Flyers wählen und ihn auf die Maße eines DIN-A4-Blattes zuschneiden. Das geht entweder indem die Maße 297x210mm ausgemessen werden oder mithilfe eines DIN-A4-Blattes als Schablone.

Nun wird die spätere Außenansicht gewählt. Die Seite, die zu sehen ist, wenn der Flyer vor einem liegt, wird später die Innenseite des Briefumschlags sein.

Das Bild zeigt die Vorder- und Rückansicht eines Kunsthallen-Flyers.

Den Zuschnitt einmal längs und einmal quer falten und wieder auseinanderklappen.

Das Foto zeigt einen Kunsthallen-Flyer, der zur Bastelvorbereitung bereits geknickt wurde.

Die untere Längsseite zu einem Viertel einklappen.

Das Bild zeigt einen gefalteten Kunsthallen-Flyer

Rechts und links die Ecken bündig einklappen.

Das Foto zeigt einen geknickten Kunsthallen-Flyer

Die Seiten mit den eingeklappten Ecken nach innen falten.

Das Bild zeigt einen Schritt der Bastelanleitung für Kunsthallen-Briefumschläge

Anschließend die gerade eingeklappten Seiten nochmals nach innen falten und wieder auseinanderklappen.

Das Foto ist Teil einer Bastelanleitung und zeigt einen gefalteten Flyer

Wenn die Seiten aufgeklappt sind, dann die Ecken bündig falten.

Wir sind gespannt auf Eure Briefumschlag-Kreationen! Teilt Eure Ergebnisse mit dem Hashtag #kunsthalleathome in den sozialen Medien.

Sandra Trevisan, 11. April 2021

Kunsthallen-DIY: Knetvase inspiriert von Odilon Redons „Blumenstilleben im grünen Krug”.

Inspiriert von Odilon Redons Blumenstilleben im grünen Krug zeigt dieses Kunsthallen-DIY wie mit Knetvasen frühlingshafte Blumendekorationen kreiert werden können.

Was benötigt wird:
Bilderrahmen, Blumen (frisch, getrocknet, gepresst oder aus Papier), Stift, Vorlage für eine Vase, Papier als Hintergrund in der Größe des Rahmens, Knete oder lufttrocknende Modelliermasse.

Was benötigt wird: Bilderrahmen, Blumen (frisch, getrocknet, gepresst oder aus Papier), Stift, Vorlage für eine Vase, Papier als Hintergrund in der Größe des Rahmens, Knete oder lufttrocknende Modelliermasse.

Die Form der Vase von der Vorlage auf das zugeschnittene Papier übertragen und mit Knete / lufttrocknender Modeliermasse ausfüllen.

Form der Vase von der Vorlage auf das zugeschnittene Papier übertragen und mit Knete / lufttrocknender Modeliermasse ausfüllen.

Die Blumen auf dem Papier anordnen und auf der Knetvase festdrücken.

Blumen auf dem Papier anordnen und auf der Knetvase festdrücken.

Die Blumenstiele mit einer zweiten Lage Knete / Modelliermasse bedecken.

Die Blumenstiele mit einer zweiten Lage Knete / Modelliermasse bedecken.

Die Glasscheibe und das Passepartout aus dem Bilderrahmen entfernen. Fertiges Bild vorsichtig in den Rahmen legen. Mit der Rückwand des Rahmens fixieren.

Glasscheibe und Passepartout aus dem Bilderrahmen entfernen. Fertiges Bild vorsichtig in den Rahmen legen. Mit der Rückwand des Rahmens fixieren.

Fertig!

Knetvase inspiriert von Odilon Redons Blumenstilleben im grünen Krug

Zeigt uns Eure Kunsthallen-DIY-Kreationen in den sozialen Medien unter dem Hashtag #kunsthalleathome!

Florian Trott, 29. Januar 2021

Ein Jahr der Ungewissheiten. Ein Jahr der Chancen!

Was für ein Jahr hätte es werden können bzw. sollen. Vor 175 Jahren wurde die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe eröffnet, für das Jubiläumsjahr waren viele Dinge in Planung: eine Jubiläumsausstellung, ein Symposium, natürlich auch ein großes Museumsfest und zahlreiche analoge wie digitale partizipative Projekte.

Das Jubiläum sollte gebührend gefeiert werden, schließlich sollte es auch eine Art Abschied auf Zeit werden. Ende 2021 stehen der Aus- und Umzug bevor, das Hauptgebäude der Kunsthalle wird grundlegend saniert und umstrukturiert.

Doch dann kam Corona – und alle Pläne wurden durcheinandergewirbelt. Zum Beginn des Jubiläumsjahres herrscht nach wie vor viel Ungewissheit. Wie alle anderen Museen und Kultureinrichtungen in Deutschland ist auch die Kunsthalle aktuell noch geschlossen. Wann der Shutdown endet, darüber lässt sich eigentlich nur spekulieren. Klar ist, der Museumsgeburtstag wird ganz anders gefeiert als gedacht und erhofft. Für ein Haus mit einer so langen Tradition ist das keine einfache Situation. In Museen wurde bisher ja sehr langfristig geplant. Große Ausstellungen haben oftmals eine mehrjährige Vorlaufzeit, die für wissenschaftlichen Vorarbeiten, die Objektrecherchen und die gesamten Planungen auch notwendig ist. Die Pandemie hat diese gewohnten Abläufe ins Wanken gebracht. Aber, die Kunsthalle hat diese Ausnahmesituation genutzt und ist dadurch auch ein Stück über sich selbst hinausgewachsen. Mit der Sonderpräsentation Systemrelevant? aus dem Sommer 2020 haben wir – wie nie zu vor – umgehend auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert und in Windeseile ein Projekt umgesetzt. Vielleicht sollte der Grundsatz „Einfach machen!“ auch in der musealen Arbeit öfter angewendet werden?

Die Pandemie wird in allen gesellschaftlichen Bereichen zum Teil gravierende Spuren hinterlassen, ich denke beispielsweise an Schulen und die Herausforderungen des Distanzunterrichts, an die wirtschaftlichen Folgen oder etwa an unser Miteinander allgemein. Auch für den Kulturbereich sind die Folgen noch nicht absehbar: Sparrunden werden anstehen, das Publikum will zurückgewonnen werden – und fundamentaler: über die Bedeutung und Relevanz von Kultur sollte grundsätzlich diskutiert werden. Welche Aufgaben kommen der Kultur unter den Bedingungen einer Pandemie, aber auch in einer sich verändernden Gesellschaft zu?

Die Pandemie hat aber auch Potenziale freigesetzt und Entwicklungen ermöglicht, die vorher nur schwer vorstellbar waren, auch in der Kunsthalle. Als Beispiele seien – so banal es klingen mag – digitale Workshops oder digitale Teammeetings genannt. „Vor Corona“ waren diese in der Kunsthalle keineswegs selbstverständlich. Diese erreichten Veränderungen müssen nicht nur beibehalten, sondern auch konsequent weiterentwickelt werden.

Die Kunsthalle wird – unabhängig davon, wie sich die Pandemie entwickelt – 2021 in die baubedingte Schließzeit gehen. Für das Haus ist das natürlich eine große Veränderung, aber noch mehr eine enorme Chance, die es zu nutzen gilt. In der Schließzeit werden wir uns als Team und im Austausch mit unterschiedlichsten Gruppen Gedanken darüber machen, wie wir uns die Kunsthalle der Zukunft vorstellen, wie wir uns neu positionieren und wie es gelingen kann, das Haus für neue Besucher*innen zu öffnen. Und wir werden uns noch stärken den digitalen Angeboten und Formaten zuwenden, um in der Bauphase unseren Bildungsauftrag in diesem Bereich gerecht werden zu können. Vorher gilt es aber, viele ganz praktische Fragen zu klären, die in dem Stichwort „Umzugslogistik“ gebündelt werden können. Es gibt viel zu tun!

Dieser Beitrag ist im Rahmen der Blogparade #museumsforfuture von Jörn Brunotte entstanden. Er bildet zugleich den Auftakt für eine Blogreihe, in der wir regelmäßig vom aktuellen Planungsstand der Sanierung und Weiterentwicklung der Kunsthalle berichten und mit Ihnen und Euch in den Austausch treten wollen. Welche Themen und Fragestellungen interessieren Sie und Euch hierbei besonders?

René Sander, 23. Dezember 2020

Kunsthallen-DIY: Christbaumschmuck inspiriert von der Ausstellung „Volle Kanne Kunst“ in der Jungen Kunsthalle.

Inspiriert von der Präsentation Gestaltungsvorschlag XIV: Bauen Sie sich schöne Dinge aus Gartengießkannen! des Karlsruher Künstlerduos Das Änderungsatelier zeigt dieses Kunsthallen-DIY einen Lametta gießenden Christbaumschmuck.

Was benötigt wird:

Alufolie, Lametta, Wellpappe, Wickeldraht, etwas Bindfaden, bunt glitzernde (Süßigkeiten)-Verpackungen oder Geschenkpapier-Reste, Geschenkband, Schere, Zange, Flüssigklebstoff, Bleistift, wenn vorhanden: Glitter, Heißklebepistole.

Bastelmaterial und Bastelutensilien darunter Alufolie Lametta Wellpappe Schere Klebstoff Stift

Den Umriss einer Gießkanne auf die Wellpappe zeichnen: ein Rechteck; hinten der Griff und vorne das Rohr mit Brause. Dann ausschneiden und als Schablone für die zweite Seite nehmen. Dazu noch zwei oder vier etwas schmalere Rechtecke zuschneiden.

Wellpappe mit einer Zeichnung einer Gießkanne, daneben Schere, Stift und Schablone

Als nächstes einen Bündel Lametta mit Faden zusammenbinden. Tipp: weniger Lametta ist leichter zu kleben, viel Lametta macht eine größere „Wasserfontäne“.

Lametta – je nach Platz – auf die Brause oder das Rohr kleben und auch die restliche Pappfläche großzügig mit Flüssigklebstoff aus der Tube oder Heißklebepistole bestreichen. Dann die zweite Seite darüberlegen und festdrücken. Für die bauchige Form der Kanne anschließend noch die rechteckigen Pappstücke vorne und hinten aufkleben.

 

Eine kleine Gießkannen-Schablone aus Wellpappe, die an der Brause mit einem Lametta-Bündel beklebt ist

Das Lametta  auf die gewünschte Länge kürzen.

Die Lametta-Fontäne der kleinen Gießkanne aus geklebter Wellpappe wird mit der Schere gekürzt

Alufolie in Stücke schneiden oder reißen und nach und nach die Wellpapp-Kanne bekleben. Tipp: Wer es nicht ganz so glänzend mag, kann entweder die matte Alu-Seite nach außen zeigen lassen oder aber statt der Folie alte Geschenkpapier-Reste nutzen.

Die kleine Gießkanne aus geklebter Wellpappe wird von Hand mit Alufolienstücken beklebt

Um das Gießkannen-Modell mit einem Haltebügel zu versehen, kann ein Stück Wickeldraht mit Alufolie verkleidet und zurechtgebogen …

Ein kurzes Drahtstück wird an beiden Enden gehalten und mit einem Streifen Alufolie umwickelt

… von oben in die Wellpappe gestochen werden. Mit kleinen Alufolienstücken können die Verbindungsstellen verklebt werden.

Mit Alufolie umwickelter Draht wird von Hand als Halte-Bügel in kleine Gießkanne aus Wellpappe gesteckt

Zum Dekorieren der Kanne Sterne, Streifen oder andere Motive auf die Süßigkeiten-Verpackungen oder Geschenkpapier-Reste zeichnen, dann ausschneiden und damit die Kanne bekleben.

kleine Gießkanne aus Wellpappe mit Alufolie beklebt, daneben Schere, Stift und kleine goldene Papierstücke, auf welchen eine Sternzeichnung zu sehen ist.

Wer Glitter im Haus hat, kann auch mit diesem die Gießkanne verzieren. Dafür vorher unbedingt die Arbeitsfläche mit einer Unterlage auslegen. Mit Klebstoff kleine Punkte oder Linien machen und mit Glitter bestreuen. Gut trocknen lassen.

Kleine Gießkanne aus Wellpappe, die mit Alufolie beklebt ist und mit goldenen Glitter aus Dose bestreut wird

Mit Geschenkband eine Schleife für den Haltebügel knoten …

Kleine Gießkanne, die mit silberner Alufolie beklebt und mit einer Schleife aus Geschenkband versehen ist

… und aus Wickeldraht einen S-förmigen Haken zum Aufhängen biegen.

Kleine, mit silberner Alufolie beklebte Kanne und Hand die S-förmiges Drahtstück hält, daneben eine Drahtrolle und eine Zange

Und damit ist der handgemachte und außergewöhnliche Christbaumschmuck fertig!

Drei kleine Gießkannen mit silberner Alufolie beklebt, die auf geschmücktem grünem Christbaum dekoriert sind

Zeigt uns Eure Kunsthallen-DIY-Kreationen in den sozialen Medien unter dem Hashtag #kunsthalleathome!

Dr. Astrid Reuter, 11. November 2020

Boucher – Please hang on!

Die Transporte aus Madrid, Paris, Stockholm, Wien und vielen anderen Orten haben ihr Ziel erreicht, die Werke sind ausgepackt, an den Wänden platziert und beleuchtet – sie sind bereit.

Am 13. November 2020 sollte unsere Ausstellung François Boucher. Künstler des Rokoko eröffnet werden. Nun müssen wir uns gedulden.

Kunst braucht die Betrachtung, das individuelle Entdecken der Originale, das Erlebnis vor Ort und unser Nachdenken. Sie ermöglicht eine Intensivierung der Wahrnehmung und das Nachspüren des Materials – vom rasch gesetzten Pinselstrich bis zum energisch-dezidierten Kreidestrich. In der Auseinandersetzung wird sie lebendig. Unseren Blick zu schärfen, Zusammenhänge neu zu sehen, dazu lädt ein Ausstellungsbesuch ein. Er fordert uns intellektuell und emotional und kann Türen öffnen in fremde Welten.

Erste Einblicke in die Boucher-Ausstellung

Porträt von Dr. Astrid Reuter vor zwei Pastoralen Bouchers in der Boucher-Ausstellung der Kunsthalle Karlsruhe

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Unsere Boucher-Ausstellung ist bereit. Ihr Zustandekommen verdanken wir insbesondere den Leihgeber*innen, die ungeachtet der aktuellen Unsicherheiten an ihren Zusagen festhielten und ihre Werke zu uns reisen ließen, aber auch all jenen, die Anregungen und praktische Unterstützung gaben.

Bouchers Kunst ist vielfältig und heiter, sinnlich und humorvoll, spielerisch und kraftvoll. Wir hoffen auf eine baldige Öffnung und freuen uns auf Ihre Eindrücke und Erkundungen! Bis dahin – und natürlich auch darüber hinaus – möchten wir Sie ermuntern, unser vielfältiges digitales Angebot rund um die Ausstellung zu nutzen und Boucher von zu Hause zu entdecken.

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