Florian Trott, 30. Dezember 2021

Ein Blick zurück nach vorne

Ein Jahresrückblick ist immer auch eine sehr persönliche Angelegenheit. Ich erinnere mich, als ich vor bald 20 Jahren meinen ersten privaten Blog gestartet habe, an eine Art Fragebogen, der seinerzeit in Blogs beliebt war.

Es ging anhand von sehr konkreten Aspekten um einen Überblick, wie das zurückliegende Jahr denn so war, also ob man etwa ab- oder zugenommen hätte, welche Dinge man zum ersten Mal in den vergangenen zwölf Monaten gemacht hatte, bis hin zur Frage nach dem besten Buch, das man gelesen hatte.

Doch wie sieht ein Jahresrückblick aus, der für ein Museum verfasst wird? Vor allem, wenn man sich am Ende des zweiten Jahres einer Pandemie befindet, deren Ende wiederum noch nicht absehbar erscheint. Festhalten lässt sich, dass es allen Einschränkungen zum Trotz ein vielfältiges, herausforderndes und spannendes Jahr 2021 war. Die ersten Monate bargen Frustrationspotenzial, da wir mit François Boucher und Volle Kanne Kunst zwei fertig aufgebaute Ausstellungen im Haus hatten, die wir für einen analogen Besuch nicht öffnen konnten. Wir haben uns aber nicht entmutigen lassen und haben die Möglichkeiten, die das Digitale bietet, genutzt und neue Vermittlungsformate entwickelt.

2021 konnten wir aber auch das 175-jährige Bestehen der Kunsthalle feiern und haben unserem Publikum die Ausstellungen Inventing Nature und Iss Mich präsentiert. Im Oktober haben wir dann mit einer vielfältigen wie außergewöhnlichen Abschiedswoche ein vorerst letztes analoges Feuerwerk gezündet und unserem Publikum vorläufig Adieu gesagt. Die baubedingte Schließzeit des Hauses hat begonnen, die in den nächsten Monaten ganz im Zeichen des Umzugs stehen wird. Die Vorbereitungen für die Verlagerung unseres Arbeitsortes mit allen Sammlungen, Büros und Werkstätten vom Hauptstandort und den Nebengebäuden der Kunsthalle in ein Interim hat uns nicht erst in den letzten Wochen, seit der Schließung des Hauses aber besonders intensiv beschäftigt.

Zwei Personen im Gespräch vor einem Gemälde in einem prunkvollen goldenen Rahmen
Das vorerst letzte analoge Feuerwerk: Die Abschiedswoche.

Auch hinter den Kulissen der Kunsthalle ist darüber hinaus wahnsinnig viel passiert: neue Kolleg*innen sind ins Haus gekommen, wir konnten unsere Sammlung durch zahlreiche Werke erweitern und wir haben intensiv an neuen digitalen Angeboten gearbeitet, die im kommenden Jahr online gehen werden.

Auch ich persönlich habe 2021 eine Menge lernen dürfen. An erster Stelle sind die Pandemie und die damit verbundenen Unsicherheiten und Herausforderungen zu nennen. Ich denke hier nicht nur an die vielen Maßnahmen, die für einen reibungslosen und für alle Besucher*innen und Kolleg*innen gut organisierten Alltag im Museum geplant und umgesetzt werden müssen, sondern auch, was es bedeutet, in diesen Zeiten einen Museumsumzug vorzubereiten und dabei erleben zu müssen, wie der derzeit allgemein vorherrschende Material- und Ressourcenmangel alle Planungen über den Haufen wirft. Wir haben uns als Team weiterentwickelt: Es wird mobil gearbeitet, was wiederum die Notwendigkeit einer gut organisierten und funktionierenden internen Kommunikation noch einmal unterstreicht. Dies gilt vor allem mit Blick auf die vielen Veränderungen, vor denen die Kunsthalle steht; nicht alle können mit den damit verbundenen Herausforderungen und Unsicherheiten gleich gut umgehen. Es knirscht gelegentlich und Emotionen können hochkochen. Das ist allzu menschlich, aber mir ist in den zurückliegenden Monaten klargeworden, dass die Veränderungsprozesse gut begleitet und moderiert werden müssen.

Ein schrecklicher Anlass – die Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen – führte dazu, dass ich mich mit Fragen des Hochwasserschutzes am Interimsgebäude beschäftigen musste. Die Katastrophe hat auch die Solidarität, die zwischen Museen besteht, gezeigt. Ich bin dankbar, dass wir hier als Kunsthalle einen ganz kleinen Beitrag leisten konnten.

Das Ende des Jahres ist auch ein guter Zeitpunkt zum Innehalten und zum Dank – an unsere Besucher*innen, Partner*innen und Förder*innen, an das Land Baden-Württemberg und selbstverständlich an das gesamte Team der Kunsthalle. Das kommende Jahr wird herausfordernd und noch mehr Veränderungen bringen – gemeinsam werden wir das meistern und freuen uns schon sehr darauf Sie und Euch alle digital mitzunehmen! Wie ist Ihr und Euer Resümee des Kultur-Jahres 2021?

Florian Trott, 30. Dezember 2021

Ein Blick zurück nach vorne

Ein Jahresrückblick ist immer auch eine sehr persönliche Angelegenheit. Ich erinnere mich, als ich vor bald 20 Jahren meinen ersten privaten Blog gestartet habe, an eine Art Fragebogen, der seinerzeit in Blogs beliebt war.

Es ging anhand von sehr konkreten Aspekten um einen Überblick, wie das zurückliegende Jahr denn so war, also ob man etwa ab- oder zugenommen hätte, welche Dinge man zum ersten Mal in den vergangenen zwölf Monaten gemacht hatte, bis hin zur Frage nach dem besten Buch, das man gelesen hatte.

Doch wie sieht ein Jahresrückblick aus, der für ein Museum verfasst wird? Vor allem, wenn man sich am Ende des zweiten Jahres einer Pandemie befindet, deren Ende wiederum noch nicht absehbar erscheint. Festhalten lässt sich, dass es allen Einschränkungen zum Trotz ein vielfältiges, herausforderndes und spannendes Jahr 2021 war. Die ersten Monate bargen Frustrationspotenzial, da wir mit François Boucher und Volle Kanne Kunst zwei fertig aufgebaute Ausstellungen im Haus hatten, die wir für einen analogen Besuch nicht öffnen konnten. Wir haben uns aber nicht entmutigen lassen und haben die Möglichkeiten, die das Digitale bietet, genutzt und neue Vermittlungsformate entwickelt.

2021 konnten wir aber auch das 175-jährige Bestehen der Kunsthalle feiern und haben unserem Publikum die Ausstellungen Inventing Nature und Iss Mich präsentiert. Im Oktober haben wir dann mit einer vielfältigen wie außergewöhnlichen Abschiedswoche ein vorerst letztes analoges Feuerwerk gezündet und unserem Publikum vorläufig Adieu gesagt. Die baubedingte Schließzeit des Hauses hat begonnen, die in den nächsten Monaten ganz im Zeichen des Umzugs stehen wird. Die Vorbereitungen für die Verlagerung unseres Arbeitsortes mit allen Sammlungen, Büros und Werkstätten vom Hauptstandort und den Nebengebäuden der Kunsthalle in ein Interim hat uns nicht erst in den letzten Wochen, seit der Schließung des Hauses aber besonders intensiv beschäftigt.

Florian Trott, 30. Dezember 2021

Ein Blick zurück nach vorne

Ein Jahresrückblick ist immer auch eine sehr persönliche Angelegenheit. Ich erinnere mich, als ich vor bald 20 Jahren meinen ersten privaten Blog gestartet habe, an eine Art Fragebogen, der seinerzeit in Blogs beliebt war.

Es ging anhand von sehr konkreten Aspekten um einen Überblick, wie das zurückliegende Jahr denn so war, also ob man etwa ab- oder zugenommen hätte, welche Dinge man zum ersten Mal in den vergangenen zwölf Monaten gemacht hatte, bis hin zur Frage nach dem besten Buch, das man gelesen hatte.

Doch wie sieht ein Jahresrückblick aus, der für ein Museum verfasst wird? Vor allem, wenn man sich am Ende des zweiten Jahres einer Pandemie befindet, deren Ende wiederum noch nicht absehbar erscheint. Festhalten lässt sich, dass es allen Einschränkungen zum Trotz ein vielfältiges, herausforderndes und spannendes Jahr 2021 war. Die ersten Monate bargen Frustrationspotenzial, da wir mit François Boucher und Volle Kanne Kunst zwei fertig aufgebaute Ausstellungen im Haus hatten, die wir für einen analogen Besuch nicht öffnen konnten. Wir haben uns aber nicht entmutigen lassen und haben die Möglichkeiten, die das Digitale bietet, genutzt und neue Vermittlungsformate entwickelt.

2021 konnten wir aber auch das 175-jährige Bestehen der Kunsthalle feiern und haben unserem Publikum die Ausstellungen Inventing Nature und Iss Mich präsentiert. Im Oktober haben wir dann mit einer vielfältigen wie außergewöhnlichen Abschiedswoche ein vorerst letztes analoges Feuerwerk gezündet und unserem Publikum vorläufig Adieu gesagt. Die baubedingte Schließzeit des Hauses hat begonnen, die in den nächsten Monaten ganz im Zeichen des Umzugs stehen wird. Die Vorbereitungen für die Verlagerung unseres Arbeitsortes mit allen Sammlungen, Büros und Werkstätten vom Hauptstandort und den Nebengebäuden der Kunsthalle in ein Interim hat uns nicht erst in den letzten Wochen, seit der Schließung des Hauses aber besonders intensiv beschäftigt.

Videostill mit Einblicken aus der Arbeit der Kunstvermittlung der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe
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Dieses Video entstand 2019.

Denn diese Zukunft beginnt nicht erst, wenn sich der Vorhang wieder an anderer Stelle hebt, im ZKM, in der Jungen Kunsthalle, in der Orangerie – und in einigen Jahren natürlich auch wieder in den ehrwürdigen Räumlichkeiten des Hauptgebäudes. Sie beginnt hier und jetzt. Sie ist schon in vollem Gange. Sie entwickelt sich Tag für Tag aus dem, was man über viele Jahre und noch einmal in diesen intensiven Wochen wahrnehmen konnte an Gewohnheiten, Zugangsarten, Bedürfnissen. Die Besuchsströme der Abschiedswoche haben unter Beweis gestellt, wie notwendig bauliche Veränderungen sind. Nicht zuletzt die Pandemie hat gezeigt, welche Rolle klimatische, energetische, lüftungstechnische Voraussetzungen des Museumsbaus spielen. Diese Ereignisse verdeutlichen aber auch, welche Potenziale die unterschiedlichsten Vermittlungsarten haben, analoge wie digitale.

Für die Kunstvermittlung bieten die Beobachtungen und Erfahrungen Orientierungshilfen bei Fragen, die täglich die Arbeit begleiten, aber in einer Umbruchphase wie der in der Kunsthalle anstehenden noch drängender sind: Was hat sich über lange Zeit bewährt und muss fortgeführt werden? Welche Angebote werden schon jetzt schmerzlich vermisst? Wie können wir sie ersetzen, erweitern? Wo und wie können wir auf veränderte und sich weiter verändernde Wahrnehmung und Nachfrage bei welchen Besucherinnen und Besuchern reagieren? Wo müssen Stellschrauben im Angebot justiert, wo können zusätzliche Formate geschaffen werden? Welche Möglichkeiten, für unser Publikum da zu sein, gibt es in einer Zeit, in der ein komplettes Haus mit allen Mitarbeitenden, Kunstwerken und der gesamten Infrastruktur umzieht?

Ja, viele Fragen sind offen, der Vorhang ist zu. Aber hinter dem Vorhang tut sich etwas. Es wird ausgeräumt, gepackt, sortiert, es werden Materialien und Gedanken geordnet. Denn all die Herausforderungen bieten auch enorme Chancen: Dinge anzupacken, auszuprobieren, mutig und risikofreudig zu sein. Und selbst genauso neugierig wie unser Publikum.

Denn wie aufregend im positiven Sinn ist es, über unser zukünftiges Haus nachzudenken, das dann mehr denn je in verschiedenen Orten bestehen wird. Orte, die völlig unterschiedliche Rahmenbedingungen besitzen, die zur konstruktiven Auseinandersetzung über Vermittlungsformate anregen: Das brodelnde, architektonisch, akustisch und visuell so gänzlich anders als unsere gewohnten Räume funktionierende ZKM; die Orangerie mit ihrer ganz eigenen Raumwirkung und eigenen Möglichkeiten der Begegnung; die Junge Kunsthalle mit ihren Ausstellungs- und vor allem den Werkräumen, in denen Kunst auch produktiv erfahren wird. Und bis sich Türen wieder physisch öffnen, gilt es, intensiv an alternativen Kontaktmöglichkeiten für Kunst und Menschen zu arbeiten: in virtuellen Räumen und an anderen Orten als den altbekannten.

Wir freuen uns auf die kommenden Begegnungen. Die der alten Freunde, die sich lange nicht gesehen haben: Besucherinnen und Besucher und „ihre“ Werke. Die mit den „Neuen“ der Abschiedswoche, die ihren Fuß hoffentlich auch in die zukünftigen Gebäude setzen. Wir freuen uns auf die Neugier aller Besucherinnen und Besucher im digitalen und analogen Raum. Wir freuen uns auf viele Gespräche, gemeinsames Erkunden, Fragen, Wünsche, Reaktionen.

Der Vorhang wird schon zurechtgerückt, um sich für den nächsten Akt zu lüften!

Antje Becker, 6. August 2021

Kunsthallen-DIY: Pflanzen-und Blumen Stempel

Inspiriert von der Ausstellung Inventing Nature. Pflanzen in der Kunst zeigt Antje Becker von Schere Schrift Papier in diesem Kunsthallen-DIY wie Stempel mit unterschiedlichen Pflanzen- und Blumenmotiven geschnitzt werden können. Exklusiv zur Ausstellung hat Antje Becker DIY-Stempelsets entwickelt, die neben Schnitzwerkzeug auch zur Ausstellungsthematik passende Vorlagen enthalten. Die Sets laden dazu ein, selbst kreativ zu werden, indem die unterschiedlichen Pflanzen- und Blumenmotive immer wieder neu miteinander kombiniert und arrangiert oder durch eigene Motive ergänzt werden.

Die DIY-Stempelsets sind im Museumsshop der Kunsthalle sowie im Onlineshop von Schere Schrift Papier erhältlich.

Was benötigt wird:

Schnitzwerkzeug, Stempelgummi, Transparentpapier, Vorlage, Bleistift, Stempelkissen, Schmierpapier, Karten oder Anhänger

Das Motiv übertragen:

Dafür am besten Transparentpapier verwenden, vor allem wenn Buchstaben, Zahlen und Wörter geschnitzt werden sollen.

Das gewünschte Motiv auf das Transparentpapier übertragen und dieses dann mit der Bleistiftseite nach unten auf das Stempelgummi legen.

Mit dem Finger vorsichtig über das Motiv streichen, fertig!

Wer möchte, kann das Motiv auch direkt mit dem Bleistift auf das Stempelgummi zeichnen. Aber daran denken: gedruckt wird alles spiegelverkehrt!

Mit dem Schnitzen beginnen:

Um mit dem Schnitzen loszulegen, wird die V-Klinge (1) aus dem Set verwendet und damit entlang der Bleistiftlinien geschnitzt, die entfernt werden sollen.

Gut zu wissen: Alles, was weggeschnitzt ist, wird später nicht gedruckt, was stehenbleibt, wird gedruckt.

Wichtig:

Beim Schnitzen immer darauf achten, von sich wegzuschnitzen. Die Hand, die das Stempelgummi festhält, liegt immer hinter der Klinge. Für Rundungen oder Richtungswechsel wird das Stempelgummi gedreht, nicht die Hand, die das Werkzeug hält.

Um weiteres Stempelgummi wegzuschnitzen wird jetzt die nächstgrößere Klinge verwendet (2), danach wieder die nächstgrößere (3).

Ziel ist es, soviel Stempelgummi rund um das Motiv wegzunehmen, dass es freisteht und gut gedruckt werden kann.

Der fertige Stempel:

Ist der Stempel fertig geschnitzt, wird er mit Klinge (5) aus der Stempelplatte ausgeschnitten und ein Probedruck angefertigt.

Sind irgendwo noch unerwünschte Linien stehen geblieben, können diese nun noch entfernt werden. Und dann kann darauf losgestempelt werden!

Nach dem Stempeln wird der Stempel unter fließendem Wasser gereinigt und mit dem Motiv nach oben gelagert.

Zeigt uns Eure DIY-Stempel-Kreationen in den sozialen Medien unter dem Hashtag #KunsthalleAtHome und #InventingNature!

Sandra Trevisan, 11. April 2021

Kunsthallen-DIY: Knetvase inspiriert von Odilon Redons „Blumenstilleben im grünen Krug”.

Inspiriert von Odilon Redons Blumenstilleben im grünen Krug zeigt dieses Kunsthallen-DIY wie mit Knetvasen frühlingshafte Blumendekorationen kreiert werden können.

Was benötigt wird:
Bilderrahmen, Blumen (frisch, getrocknet, gepresst oder aus Papier), Stift, Vorlage für eine Vase, Papier als Hintergrund in der Größe des Rahmens, Knete oder lufttrocknende Modelliermasse.

Was benötigt wird: Bilderrahmen, Blumen (frisch, getrocknet, gepresst oder aus Papier), Stift, Vorlage für eine Vase, Papier als Hintergrund in der Größe des Rahmens, Knete oder lufttrocknende Modelliermasse.

Die Form der Vase von der Vorlage auf das zugeschnittene Papier übertragen und mit Knete / lufttrocknender Modeliermasse ausfüllen.

Form der Vase von der Vorlage auf das zugeschnittene Papier übertragen und mit Knete / lufttrocknender Modeliermasse ausfüllen.

Die Blumen auf dem Papier anordnen und auf der Knetvase festdrücken.

Blumen auf dem Papier anordnen und auf der Knetvase festdrücken.

Die Blumenstiele mit einer zweiten Lage Knete / Modelliermasse bedecken.

Die Blumenstiele mit einer zweiten Lage Knete / Modelliermasse bedecken.

Die Glasscheibe und das Passepartout aus dem Bilderrahmen entfernen. Fertiges Bild vorsichtig in den Rahmen legen. Mit der Rückwand des Rahmens fixieren.

Glasscheibe und Passepartout aus dem Bilderrahmen entfernen. Fertiges Bild vorsichtig in den Rahmen legen. Mit der Rückwand des Rahmens fixieren.

Fertig!

Knetvase inspiriert von Odilon Redons Blumenstilleben im grünen Krug

Zeigt uns Eure Kunsthallen-DIY-Kreationen in den sozialen Medien unter dem Hashtag #kunsthalleathome!

Florian Trott, 29. Januar 2021

Ein Jahr der Ungewissheiten. Ein Jahr der Chancen!

Was für ein Jahr hätte es werden können bzw. sollen. Vor 175 Jahren wurde die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe eröffnet, für das Jubiläumsjahr waren viele Dinge in Planung: eine Jubiläumsausstellung, ein Symposium, natürlich auch ein großes Museumsfest und zahlreiche analoge wie digitale partizipative Projekte.

Das Jubiläum sollte gebührend gefeiert werden, schließlich sollte es auch eine Art Abschied auf Zeit werden. Ende 2021 stehen der Aus- und Umzug bevor, das Hauptgebäude der Kunsthalle wird grundlegend saniert und umstrukturiert.

Doch dann kam Corona – und alle Pläne wurden durcheinandergewirbelt. Zum Beginn des Jubiläumsjahres herrscht nach wie vor viel Ungewissheit. Wie alle anderen Museen und Kultureinrichtungen in Deutschland ist auch die Kunsthalle aktuell noch geschlossen. Wann der Shutdown endet, darüber lässt sich eigentlich nur spekulieren. Klar ist, der Museumsgeburtstag wird ganz anders gefeiert als gedacht und erhofft. Für ein Haus mit einer so langen Tradition ist das keine einfache Situation. In Museen wurde bisher ja sehr langfristig geplant. Große Ausstellungen haben oftmals eine mehrjährige Vorlaufzeit, die für wissenschaftlichen Vorarbeiten, die Objektrecherchen und die gesamten Planungen auch notwendig ist. Die Pandemie hat diese gewohnten Abläufe ins Wanken gebracht. Aber, die Kunsthalle hat diese Ausnahmesituation genutzt und ist dadurch auch ein Stück über sich selbst hinausgewachsen. Mit der Sonderpräsentation Systemrelevant? aus dem Sommer 2020 haben wir – wie nie zu vor – umgehend auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert und in Windeseile ein Projekt umgesetzt. Vielleicht sollte der Grundsatz „Einfach machen!“ auch in der musealen Arbeit öfter angewendet werden?

Die Pandemie wird in allen gesellschaftlichen Bereichen zum Teil gravierende Spuren hinterlassen, ich denke beispielsweise an Schulen und die Herausforderungen des Distanzunterrichts, an die wirtschaftlichen Folgen oder etwa an unser Miteinander allgemein. Auch für den Kulturbereich sind die Folgen noch nicht absehbar: Sparrunden werden anstehen, das Publikum will zurückgewonnen werden – und fundamentaler: über die Bedeutung und Relevanz von Kultur sollte grundsätzlich diskutiert werden. Welche Aufgaben kommen der Kultur unter den Bedingungen einer Pandemie, aber auch in einer sich verändernden Gesellschaft zu?

Die Pandemie hat aber auch Potenziale freigesetzt und Entwicklungen ermöglicht, die vorher nur schwer vorstellbar waren, auch in der Kunsthalle. Als Beispiele seien – so banal es klingen mag – digitale Workshops oder digitale Teammeetings genannt. „Vor Corona“ waren diese in der Kunsthalle keineswegs selbstverständlich. Diese erreichten Veränderungen müssen nicht nur beibehalten, sondern auch konsequent weiterentwickelt werden.

Die Kunsthalle wird – unabhängig davon, wie sich die Pandemie entwickelt – 2021 in die baubedingte Schließzeit gehen. Für das Haus ist das natürlich eine große Veränderung, aber noch mehr eine enorme Chance, die es zu nutzen gilt. In der Schließzeit werden wir uns als Team und im Austausch mit unterschiedlichsten Gruppen Gedanken darüber machen, wie wir uns die Kunsthalle der Zukunft vorstellen, wie wir uns neu positionieren und wie es gelingen kann, das Haus für neue Besucher*innen zu öffnen. Und wir werden uns noch stärken den digitalen Angeboten und Formaten zuwenden, um in der Bauphase unseren Bildungsauftrag in diesem Bereich gerecht werden zu können. Vorher gilt es aber, viele ganz praktische Fragen zu klären, die in dem Stichwort „Umzugslogistik“ gebündelt werden können. Es gibt viel zu tun!

Dieser Beitrag ist im Rahmen der Blogparade #museumsforfuture von Jörn Brunotte entstanden. Er bildet zugleich den Auftakt für eine Blogreihe, in der wir regelmäßig vom aktuellen Planungsstand der Sanierung und Weiterentwicklung der Kunsthalle berichten und mit Ihnen und Euch in den Austausch treten wollen. Welche Themen und Fragestellungen interessieren Sie und Euch hierbei besonders?

René Sander, 23. Dezember 2020

Kunsthallen-DIY: Christbaumschmuck inspiriert von der Ausstellung „Volle Kanne Kunst“ in der Jungen Kunsthalle.

Inspiriert von der Präsentation Gestaltungsvorschlag XIV: Bauen Sie sich schöne Dinge aus Gartengießkannen! des Karlsruher Künstlerduos Das Änderungsatelier zeigt dieses Kunsthallen-DIY einen Lametta gießenden Christbaumschmuck.

Was benötigt wird:

Alufolie, Lametta, Wellpappe, Wickeldraht, etwas Bindfaden, bunt glitzernde (Süßigkeiten)-Verpackungen oder Geschenkpapier-Reste, Geschenkband, Schere, Zange, Flüssigklebstoff, Bleistift, wenn vorhanden: Glitter, Heißklebepistole.

Bastelmaterial und Bastelutensilien darunter Alufolie Lametta Wellpappe Schere Klebstoff Stift

Den Umriss einer Gießkanne auf die Wellpappe zeichnen: ein Rechteck; hinten der Griff und vorne das Rohr mit Brause. Dann ausschneiden und als Schablone für die zweite Seite nehmen. Dazu noch zwei oder vier etwas schmalere Rechtecke zuschneiden.

Wellpappe mit einer Zeichnung einer Gießkanne, daneben Schere, Stift und Schablone

Als nächstes einen Bündel Lametta mit Faden zusammenbinden. Tipp: weniger Lametta ist leichter zu kleben, viel Lametta macht eine größere „Wasserfontäne“.

Lametta – je nach Platz – auf die Brause oder das Rohr kleben und auch die restliche Pappfläche großzügig mit Flüssigklebstoff aus der Tube oder Heißklebepistole bestreichen. Dann die zweite Seite darüberlegen und festdrücken. Für die bauchige Form der Kanne anschließend noch die rechteckigen Pappstücke vorne und hinten aufkleben.

 

Eine kleine Gießkannen-Schablone aus Wellpappe, die an der Brause mit einem Lametta-Bündel beklebt ist

Das Lametta  auf die gewünschte Länge kürzen.

Die Lametta-Fontäne der kleinen Gießkanne aus geklebter Wellpappe wird mit der Schere gekürzt

Alufolie in Stücke schneiden oder reißen und nach und nach die Wellpapp-Kanne bekleben. Tipp: Wer es nicht ganz so glänzend mag, kann entweder die matte Alu-Seite nach außen zeigen lassen oder aber statt der Folie alte Geschenkpapier-Reste nutzen.

Die kleine Gießkanne aus geklebter Wellpappe wird von Hand mit Alufolienstücken beklebt

Um das Gießkannen-Modell mit einem Haltebügel zu versehen, kann ein Stück Wickeldraht mit Alufolie verkleidet und zurechtgebogen …

Ein kurzes Drahtstück wird an beiden Enden gehalten und mit einem Streifen Alufolie umwickelt

… von oben in die Wellpappe gestochen werden. Mit kleinen Alufolienstücken können die Verbindungsstellen verklebt werden.

Mit Alufolie umwickelter Draht wird von Hand als Halte-Bügel in kleine Gießkanne aus Wellpappe gesteckt

Zum Dekorieren der Kanne Sterne, Streifen oder andere Motive auf die Süßigkeiten-Verpackungen oder Geschenkpapier-Reste zeichnen, dann ausschneiden und damit die Kanne bekleben.

kleine Gießkanne aus Wellpappe mit Alufolie beklebt, daneben Schere, Stift und kleine goldene Papierstücke, auf welchen eine Sternzeichnung zu sehen ist.

Wer Glitter im Haus hat, kann auch mit diesem die Gießkanne verzieren. Dafür vorher unbedingt die Arbeitsfläche mit einer Unterlage auslegen. Mit Klebstoff kleine Punkte oder Linien machen und mit Glitter bestreuen. Gut trocknen lassen.

Kleine Gießkanne aus Wellpappe, die mit Alufolie beklebt ist und mit goldenen Glitter aus Dose bestreut wird

Mit Geschenkband eine Schleife für den Haltebügel knoten …

Kleine Gießkanne, die mit silberner Alufolie beklebt und mit einer Schleife aus Geschenkband versehen ist

… und aus Wickeldraht einen S-förmigen Haken zum Aufhängen biegen.

Kleine, mit silberner Alufolie beklebte Kanne und Hand die S-förmiges Drahtstück hält, daneben eine Drahtrolle und eine Zange

Und damit ist der handgemachte und außergewöhnliche Christbaumschmuck fertig!

Drei kleine Gießkannen mit silberner Alufolie beklebt, die auf geschmücktem grünem Christbaum dekoriert sind

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Dr. Astrid Reuter, 11. November 2020

Boucher – Please hang on!

Die Transporte aus Madrid, Paris, Stockholm, Wien und vielen anderen Orten haben ihr Ziel erreicht, die Werke sind ausgepackt, an den Wänden platziert und beleuchtet – sie sind bereit.

Am 13. November 2020 sollte unsere Ausstellung François Boucher. Künstler des Rokoko eröffnet werden. Nun müssen wir uns gedulden.

Kunst braucht die Betrachtung, das individuelle Entdecken der Originale, das Erlebnis vor Ort und unser Nachdenken. Sie ermöglicht eine Intensivierung der Wahrnehmung und das Nachspüren des Materials – vom rasch gesetzten Pinselstrich bis zum energisch-dezidierten Kreidestrich. In der Auseinandersetzung wird sie lebendig. Unseren Blick zu schärfen, Zusammenhänge neu zu sehen, dazu lädt ein Ausstellungsbesuch ein. Er fordert uns intellektuell und emotional und kann Türen öffnen in fremde Welten.

Erste Einblicke in die Boucher-Ausstellung

Porträt von Dr. Astrid Reuter vor zwei Pastoralen Bouchers in der Boucher-Ausstellung der Kunsthalle Karlsruhe

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Unsere Boucher-Ausstellung ist bereit. Ihr Zustandekommen verdanken wir insbesondere den Leihgeber*innen, die ungeachtet der aktuellen Unsicherheiten an ihren Zusagen festhielten und ihre Werke zu uns reisen ließen, aber auch all jenen, die Anregungen und praktische Unterstützung gaben.

Bouchers Kunst ist vielfältig und heiter, sinnlich und humorvoll, spielerisch und kraftvoll. Wir hoffen auf eine baldige Öffnung und freuen uns auf Ihre Eindrücke und Erkundungen! Bis dahin – und natürlich auch darüber hinaus – möchten wir Sie ermuntern, unser vielfältiges digitales Angebot rund um die Ausstellung zu nutzen und Boucher von zu Hause zu entdecken.

Sandra Trevisan, 24. Oktober 2020

Kunsthallen-DIY Spuklicht inspiriert von Joos van Craesbeecks “Die Versuchung des Heiligen Antonius”

Passend zu Halloween zeigt dieses Kunsthallen-DIY wie – inspiriert von Joos van Craesbeecks “Die Versuchung des Heiligen Antonius” – ein ungewöhnliches Last-Minute-Spuklicht kreiert werden kann.

Was benötigt wird:

Ein leerer Tetrapack, Farbe nach Wahl, Pinsel, Schere, Cutter, Kleber, feste Unterlage, LED-Teelicht, ausgedruckte Vorlage des Werkes

Abbildung der für das Kunsthallen-DIY benötigten Utensilien: Ein leerer Tetrapack, Farbe, Pinsel, Schere, Cutter, Kleber, feste Unterlage, LED-Teelicht, ausgedruckte Vorlage des Werkes

Den Tetrapack mit einer Farbe nach Wahl grundieren.

Der Tetrapack wird mit einer Farbe grundiert

Den Mund und die Stirn der Vorlage mit dem Cutter ausschneiden.

Der Mund und der Stirn der Vorlage werden mit einem Cutter ausgeschnitten

Den Kopf aus der Vorlage ausschneiden und auf den Tetrapack kleben. Dann werden die Bereiche von Mund und Stirn aus dem Tetrapack geschnitten.

Der aus der Vorlage ausgeschnittene Kopf wird auf den Tetrapack geklebt

Nun kann das LED-Teelicht im Tetrapack platziert werden.

Das LED-Teelicht wird im Tetrapack platziert

Fertig!

Das fertige Tetrapack-Spuklicht

Zeigt uns Eure Kunsthallen-DIY-Spuklichte in den sozialen Medien unter dem Hashtag #kunsthalleathome!

Sandra Trevisan, 13. Juni 2020

Kunsthallen-DIY Seedpaper inspiriert von Anselm Feuerbachs Blumenmädchen

Inspiriert von der Freude Feuerbachs Blumenmädchens zeigt dieses Kunsthallen-DIY, wie ein Blumengruß in Form eines Geschenkanhänger kreiert werden kann.

Was benötigt wird:

Eierkartons, Blumensamen, große Schüssel, kleine Schüssel mit heißem Wasser, Löffel, Klebeband / Gummiband, Tüll / Netzstoff / Fliegengitter, Geschenkanhänger, Band, Stift, Stäbchen sowie ein Pürierstab

Was benötigt wird: Eierkartons, Blumensamen, große Schüssel, kleine Schüssel mit heißem Wasser, Löffel, Klebeband / Gummiband, Tüll / Netzstoff / Fliegengitter, Geschenkanhänger, Band, Stift, Stäbchen sowie ein Pürierstab

Die Eierkartons in kleine Stückchen reißen und in heißem Wasser etwa 10 Minuten einweichen lassen.

Die Eierkartons in kleine Stückchen reißen und in heißem Wasser etwa 10 Minuten einweichen lassen.

Die aufgeweichten Eierkartons pürieren.

Die aufgeweichten Eierkartons pürieren.

Das Netz mit Klebeband und / oder Gummiband über die große Schüssel spannen.

Das Netz mit Klebeband und / oder Gummiband über die große Schüssel spannen.

Mit dem Löffel kleine Häufchen der Eierkartonmasse auf das Netz setzen.

Mit dem Löffel kleine Häufchen der Eierkartonmasse auf das Netz setzen.

Die kleinen Häufchen vorsichtig mit dem Löffel plattdrücken.

Die kleinen Häufchen vorsichtig mit dem Löffel plattdrücken.

 Die Blumensamen auf die Eierkarton-Taler streuen und leicht mit den Fingern oder dem Löffel andrücken.

Die Blumensamen auf die Eierkarton-Taler streuen und leicht mit den Fingern oder dem Löffel andrücken.

 Die fertigen Seedpapers vollständig trocknen lassen. Das kann je nach verwendeter Wassermenge und Zimmertemperatur bis zu 48 Stunden dauern.

Die fertigen Seedpapers vollständig trocknen lassen. Das kann je nach verwendeter Wassermenge und Zimmertemperatur bis zu 48 Stunden dauern.

Ein Loch in die getrockneten Seedpapers stechen …

Den Anhänger beschriften

… den Geschenkanhänger beschriften …

Den Anhänger beschriften

… und das Band durch das Seedpaper ziehen.

…und das Band durch das Seedpaper ziehen.

Schleife machen – fertig!

Schleife machen und fertig!

Wenn Ihr nun auch so zufrieden wie Feuerbachs Blumenmädchen seid, teilt Eure Ergebnisse in den sozialen Medien mit dem Hashtag #kunsthalleathome.

Detail von Feuerbachs Blumenbädchen
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Auch während der sanierungsbedingten Schließung informieren wir Sie hier über die Geschehnisse hinter den Kulissen der Kunsthalle.