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Alles ist Ausschnitt!

Matthias Mansen: Potsdamer Straße
26. Januar bis 31. März 2019

 

Die Kunsthalle Karlsruhe zeigt Winter 2018/19 in der Orangerie einen der international wichtigsten Künstler, die sich dem Holzschnitt widmen: Matthias Mansen. Der gebürtige Ravensburger wurde 1978 - 1984 an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe ausgebildet und lebt und arbeitet seit Jahrzehnten in Berlin.

 

Seine monumentale Serie Potsdamer Straße beschäftigt sich mit der Straße Berlins, die wie keine andere konzentriert deutsche Geschichte in sich trägt: Einst Verbindungsweg zu den Schlössern von Potsdam, wurde sie zur verkehrsreichsten Straße des Deutschen Reiches. Sportpalast und Volksgerichtshof lagen dort, und in der geteilten Stadt wurde sie zu einer der heruntergekommensten Straßen Berlins.

Matthias Mansen: Potsdamer Straße C, 2012

Licht und Leinwand

Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert
9. März bis 2. Juni 2019

 

 

Die sogenannte Geburtsstunde der Fotografie 1839 hat die Bildwelt fasziniert und erschüttert zugleich. Nie zuvor war es möglich gewesen, so schnell und präzise die Realität abzubilden wie mit dem neuen Verfahren. Das Verständnis von Wirklichkeit und Wahrheit im Bild wurde in der Folge neu verhandelt. Die Ausstellung erzählt über zwei Generationen die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, die geprägt ist von Existenzängsten, Experimentierfreude und Künstlerstolz. Diese Ausstellung findet in Kooperation mit dem Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg statt.

Heinrich Kühn: Holländische Wäscherin, um 1900
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Hans Baldung Grien

Große Landesausstellung Baden-Württemberg
30. November 2019 – 8. März 2020

 

Er war einer der eigenwilligsten Künstler des 16. Jahrhunderts: Hans Baldung, genannt Grien (1484/85 – 1545). Als origineller Interpret traditioneller und Erfinder neuer Bildthemen schuf Baldung intime Andachtsbilder und imposante Altarwerke, sinnliche Allegorien und Aktdarstellungen, drastische Hexenszenen, humanistische Denkbilder und markante Porträts. Den tiefgreifenden Umwälzungen seines Zeitalters setzte er ein höchst individuelles, oftmals exzentrisches und stets faszinierendes Werk entgegen, das neben koloristisch ausdrucksstarken Tafelgemälden virtuose Zeichnungen und kraftvolle Holzschnitte umfasst.

 

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe würdigt mit der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg das einer breiten Öffentlichkeit wenig bekannte Œuvre dieses außergewöhnlichen Renaissance-Künstlers. Nach der ersten und bislang einzigen Retrospektive seines Schaffens, die 1959 ebenfalls in der Karlsruher Kunsthalle gezeigt wurde, wird 60 Jahre später Baldung im Lichte aktueller Forschungsfragen neu entdeckt und neu bewertet.

 

In der Zusammenführung der bedeutenden Karlsruher Bestände mit hochkarätigen internationalen Leihgaben soll das Werk des Künstlers so vollständig wie möglich präsentiert werden.